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	<title>Kommentare für zuwi.at |</title>
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		<title>Kommentar zu Lohnerhöhungen als Beitrag zum Abbau des Exportüberschusses? von Benjamin</title>
		<link>http://zuwi.at/themen/eurokrise/lohnerhohungen-als-beitrag-zum-abbau-des-exportuberschusses/comment-page-1/#comment-403</link>
		<dc:creator>Benjamin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 16:37:56 +0000</pubDate>
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		<description>@Stefan:
Zur Inflation: Das ist nicht ganz wahr. Die Inflation sollte in der Eurozone (nicht in der EU) im Durchschnitt (sic!) knapp unter 2% liegen. Dass da eine gewisse Verteilung dabei ist, ist nur normal. Gilt übrigens auch für kleinere Wirtschaftsräume. In Frankfurt dürfte die Inflation höher sein, als im Odenwald.

Die Exportstärke Deutschlands lässt sich nicht allein durch Preissignale erklären, sondern auch durch die schwierige Substituierbarkeit der Produkte. Es mag sein, dass die Griechen theoretisch exportierbare Ware haben, aber exportierbar impliziert das Vorhandensein eines Marktes, den es offenbar nicht gibt. Oder anders: Wären die griechischen Produkte konkurrenzfähig im Sinne der Qualität, gäbe es auch einen Absatzmarkt dafür, auf dem die Käufer bereit wären höhere Preise zu bezahlen. Ein simples Verteuern deutscher Exporte bringt nix, wenn die Griechen nicht produktiver, sprich qualitativ besser, werden.

Es ist durchaus richtig, dass die hohen Leistungsbilanzüberschüsse in Deutschland Grund zur Sorge liefern (siehe hier: http://blog.benjaminschaefer.de/wirtschaft/uber-ungleichgewichte-2/ und hier: http://blog.benjaminschaefer.de/politik/wider-die-gleichmacherei/). Aber das hat nichts mit den längeren Arbeitszeiten oder niedrigeren Löhnen zu tun, was darüber hinaus nicht ganz stimmt. Die Reallöhne sind in Deutschland in den vergangenen Jahren gestiegen. Wie auch immer, Löhne und Arbeitszeiten werden von den Tarifpartnern ausgehandelt. Wenn die Gewerkschaften mies verhandeln... Naja, dann ist das eben so.

Und die Rente mit 67 ist ein demografischer Imperativ, um die Sozialsystem bezahlbar zu halten. Auch das hat nichts mit den Ungleichgewichten in der Eurozone zu tun.

In der Tat wäre ein Auseinanderbrechen des Euro in der Kategorie &quot;Arsch auf Grundeis&quot;, aber nicht, weil die Auslandsposition an Wert verliert. Die ist in Euro und bleibt in Euro. Das Problem würde dann auftreten, wenn Deutschland austräte. Was der Rest weiß, deswegen ist Deutschland ja auch in einer erpressbaren Position, weil wir die Währungsunion nicht verlassen werden.

Wie man die Eurokrise lösen kann steht auf einem ganz anderen Blatt, aber an nominalen Größen rumzuschrauben, um damit reale Größen zu beeinflussen ist bestenfalls unnütz, schlechtestenfalls schädlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Stefan:<br />
Zur Inflation: Das ist nicht ganz wahr. Die Inflation sollte in der Eurozone (nicht in der EU) im Durchschnitt (sic!) knapp unter 2% liegen. Dass da eine gewisse Verteilung dabei ist, ist nur normal. Gilt übrigens auch für kleinere Wirtschaftsräume. In Frankfurt dürfte die Inflation höher sein, als im Odenwald.</p>
<p>Die Exportstärke Deutschlands lässt sich nicht allein durch Preissignale erklären, sondern auch durch die schwierige Substituierbarkeit der Produkte. Es mag sein, dass die Griechen theoretisch exportierbare Ware haben, aber exportierbar impliziert das Vorhandensein eines Marktes, den es offenbar nicht gibt. Oder anders: Wären die griechischen Produkte konkurrenzfähig im Sinne der Qualität, gäbe es auch einen Absatzmarkt dafür, auf dem die Käufer bereit wären höhere Preise zu bezahlen. Ein simples Verteuern deutscher Exporte bringt nix, wenn die Griechen nicht produktiver, sprich qualitativ besser, werden.</p>
<p>Es ist durchaus richtig, dass die hohen Leistungsbilanzüberschüsse in Deutschland Grund zur Sorge liefern (siehe hier: <a href="http://blog.benjaminschaefer.de/wirtschaft/uber-ungleichgewichte-2/" rel="nofollow">http://blog.benjaminschaefer.de/wirtschaft/uber-ungleichgewichte-2/</a> und hier: <a href="http://blog.benjaminschaefer.de/politik/wider-die-gleichmacherei/" rel="nofollow">http://blog.benjaminschaefer.de/politik/wider-die-gleichmacherei/</a>). Aber das hat nichts mit den längeren Arbeitszeiten oder niedrigeren Löhnen zu tun, was darüber hinaus nicht ganz stimmt. Die Reallöhne sind in Deutschland in den vergangenen Jahren gestiegen. Wie auch immer, Löhne und Arbeitszeiten werden von den Tarifpartnern ausgehandelt. Wenn die Gewerkschaften mies verhandeln&#8230; Naja, dann ist das eben so.</p>
<p>Und die Rente mit 67 ist ein demografischer Imperativ, um die Sozialsystem bezahlbar zu halten. Auch das hat nichts mit den Ungleichgewichten in der Eurozone zu tun.</p>
<p>In der Tat wäre ein Auseinanderbrechen des Euro in der Kategorie &#8220;Arsch auf Grundeis&#8221;, aber nicht, weil die Auslandsposition an Wert verliert. Die ist in Euro und bleibt in Euro. Das Problem würde dann auftreten, wenn Deutschland austräte. Was der Rest weiß, deswegen ist Deutschland ja auch in einer erpressbaren Position, weil wir die Währungsunion nicht verlassen werden.</p>
<p>Wie man die Eurokrise lösen kann steht auf einem ganz anderen Blatt, aber an nominalen Größen rumzuschrauben, um damit reale Größen zu beeinflussen ist bestenfalls unnütz, schlechtestenfalls schädlich.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Lohnerhöhungen als Beitrag zum Abbau des Exportüberschusses? von Stefan</title>
		<link>http://zuwi.at/themen/eurokrise/lohnerhohungen-als-beitrag-zum-abbau-des-exportuberschusses/comment-page-1/#comment-402</link>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 14:33:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zuwi.at/?p=1667#comment-402</guid>
		<description>China hat mittlerweile angekündigt seinen Leistungsbilanzüberschuss zu halbieren. Die haben nämlich endlich verstanden das Handeln immer ein Geben und Nehmen sein muss. Also wer Exportiert muss auch Importieren sonst funktioniert das ganze nicht. Warum nicht, das sieht man auf den ersten Blick. Es kann nicht gehen das ein Land ständig plus macht und eines ständig minus. Früher oder später wird das Minus Land Pleite gehen. Und wenn alle Import-Länder pleite sind, an wen will man dann noch exportieren? Dann gehen auch die Export-Länder pleite. Das ist simple Logik. Außerdem wehrt sich das Defizit Land irgendwann so zb die USA durch die Entwertung ihrer Währung. Und jetzt merken die Chinesen, nach dem alten Sprichwort, dass man Geld auch nicht essen kann. Und all die schönen Doller die sie sich mühevoll angespart haben werden wertlos...
Die Deutschen aber weigern sich das einzusehen. Das dieses Problem in der EU auftreten könnte hat man auch geahnt. Und da muss man sich klar machen was eine Währungsunion bedeutet. Nicht etwa die Vereinheitlichung der Urlaubstage wie Frau Merkel das glaubt sondern eine Angleichung der Inflation. Diese sollte in der EU 2 Prozent betragen. Frankreich hat sich daran gehalten, die GIIPS-Länder waren etwas darüber und die Deutschen, die lagen bei 0,8%!. Und da erklärt sich die Exportstärke Deutschlands. Deutschland und Spanien, das gleiche Produkt kostete bei Euro Einführung in beiden Ländern 100€, heute allerdings in Spanien 130 Euro und in Deutschland nur 110. Was also werden die Menschen kaufen? 
Es ist schlicht unwahr das die Griechen nichts zu exportieren haben. Googeln Sie ein wenig dann werden sie sehen das Griechenland eine breite Palette an Produkten herstellt und exportiert von Olivenöl bis hin zu Maschinen. Doch sie sind schlicht zu teuer.
Insofern hat Herr Wagner mit allem was er sagt recht. Und warum das ganze, das muss man sich fragen. Was haben die Deutschen erreicht, was war der Preis den man für den Titel &quot;Exportweltmeister&quot; zahlt. Länger Arbeiten, weniger Lohn und Rente mit 67. Das ist der Wert den ihr für eure Kinder geschaffen habt. Ich gratuliere euch. Systematisches Lohndumping und das ausbeuten des eigenen Volkes hat euch an die Spitzte geführt. Na wenigstens könnt ihr euch jetzt zurück lehne und die Früchte eurer Arbeit genießen. Ja? Nein eben nicht. Das ganze Modell funktioniert nur deshalb weil sich die GIIPS-Länder in der Währungsunion nicht durch Abwertung ihrer Währung nicht wehren können. Zerbricht aber der Euro seit ihr in der selben Lage wie China. Die Defizit Länder führen ihre eigene Währung ein und werten ab. Deutsche Produkte werden wieder teurer, der Export bricht ein, das angesparte Geld (bekannt als eure Rente) wird wertlos. Fazit, fällt der Euro geht euch der Arsch auf Grundeis. Und wenn Deutschland so weiter macht muss der Euro fallen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>China hat mittlerweile angekündigt seinen Leistungsbilanzüberschuss zu halbieren. Die haben nämlich endlich verstanden das Handeln immer ein Geben und Nehmen sein muss. Also wer Exportiert muss auch Importieren sonst funktioniert das ganze nicht. Warum nicht, das sieht man auf den ersten Blick. Es kann nicht gehen das ein Land ständig plus macht und eines ständig minus. Früher oder später wird das Minus Land Pleite gehen. Und wenn alle Import-Länder pleite sind, an wen will man dann noch exportieren? Dann gehen auch die Export-Länder pleite. Das ist simple Logik. Außerdem wehrt sich das Defizit Land irgendwann so zb die USA durch die Entwertung ihrer Währung. Und jetzt merken die Chinesen, nach dem alten Sprichwort, dass man Geld auch nicht essen kann. Und all die schönen Doller die sie sich mühevoll angespart haben werden wertlos&#8230;<br />
Die Deutschen aber weigern sich das einzusehen. Das dieses Problem in der EU auftreten könnte hat man auch geahnt. Und da muss man sich klar machen was eine Währungsunion bedeutet. Nicht etwa die Vereinheitlichung der Urlaubstage wie Frau Merkel das glaubt sondern eine Angleichung der Inflation. Diese sollte in der EU 2 Prozent betragen. Frankreich hat sich daran gehalten, die GIIPS-Länder waren etwas darüber und die Deutschen, die lagen bei 0,8%!. Und da erklärt sich die Exportstärke Deutschlands. Deutschland und Spanien, das gleiche Produkt kostete bei Euro Einführung in beiden Ländern 100€, heute allerdings in Spanien 130 Euro und in Deutschland nur 110. Was also werden die Menschen kaufen?<br />
Es ist schlicht unwahr das die Griechen nichts zu exportieren haben. Googeln Sie ein wenig dann werden sie sehen das Griechenland eine breite Palette an Produkten herstellt und exportiert von Olivenöl bis hin zu Maschinen. Doch sie sind schlicht zu teuer.<br />
Insofern hat Herr Wagner mit allem was er sagt recht. Und warum das ganze, das muss man sich fragen. Was haben die Deutschen erreicht, was war der Preis den man für den Titel &#8220;Exportweltmeister&#8221; zahlt. Länger Arbeiten, weniger Lohn und Rente mit 67. Das ist der Wert den ihr für eure Kinder geschaffen habt. Ich gratuliere euch. Systematisches Lohndumping und das ausbeuten des eigenen Volkes hat euch an die Spitzte geführt. Na wenigstens könnt ihr euch jetzt zurück lehne und die Früchte eurer Arbeit genießen. Ja? Nein eben nicht. Das ganze Modell funktioniert nur deshalb weil sich die GIIPS-Länder in der Währungsunion nicht durch Abwertung ihrer Währung nicht wehren können. Zerbricht aber der Euro seit ihr in der selben Lage wie China. Die Defizit Länder führen ihre eigene Währung ein und werten ab. Deutsche Produkte werden wieder teurer, der Export bricht ein, das angesparte Geld (bekannt als eure Rente) wird wertlos. Fazit, fällt der Euro geht euch der Arsch auf Grundeis. Und wenn Deutschland so weiter macht muss der Euro fallen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu &#8220;Wachstum auf Teufel komm raus&#8221; von Zu viele Menschen. &#124; Journal Emanuel-S</title>
		<link>http://zuwi.at/themen/wachstum/wachstum-auf-teufel-komm-raus/comment-page-1/#comment-393</link>
		<dc:creator>Zu viele Menschen. &#124; Journal Emanuel-S</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 06:18:44 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Tipps Kapitalismus in der Reichtumsfalle (Zeit Online) Wachstum auf Teufel komm raus (zuwi &#8211; Wirtschaft neu denken) VHEMT &#8211; Freiwilliges Aussterben [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Tipps Kapitalismus in der Reichtumsfalle (Zeit Online) Wachstum auf Teufel komm raus (zuwi &#8211; Wirtschaft neu denken) VHEMT &#8211; Freiwilliges Aussterben [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wieso der Staatskapitalismus scheitern muss von Ernst Haft</title>
		<link>http://zuwi.at/kommentar/wieso-der-staatskapitalismus-scheitern-musste/comment-page-1/#comment-391</link>
		<dc:creator>Ernst Haft</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:53:03 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Hoppeianer (der Name gefällt mir)!

Ich stimme dir völlig zu :) Bin hier vor allem auf wirtschaftliche Themen eingegangen, da wir ja ein Wirtschaftsblog sind. Du hast aber vollkommen recht mit dem was du sagst ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Hoppeianer (der Name gefällt mir)!</p>
<p>Ich stimme dir völlig zu <img src='http://zuwi.at/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Bin hier vor allem auf wirtschaftliche Themen eingegangen, da wir ja ein Wirtschaftsblog sind. Du hast aber vollkommen recht mit dem was du sagst <img src='http://zuwi.at/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wieso der Staatskapitalismus scheitern muss von Hoppeianer</title>
		<link>http://zuwi.at/kommentar/wieso-der-staatskapitalismus-scheitern-musste/comment-page-1/#comment-390</link>
		<dc:creator>Hoppeianer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 12:15:58 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Ernst,

Du reduzierst das Problem auf die Wirtschaftspolitik. In Wahrheit ist das Problem aber, dass der Staat als Gewaltmonopol überhaupt existiert. Denn ein Monopolist dieser Form bietet alles an: Wirtschaftsstruktur, Recht !, Gesundheit !, Bildung !, Geld !, Sicherheit ! usw. 

Auch all dies muss privatisiert und dem Wettbewerb konkurrierender Ideen und Unternehmer zugeführt werden. Denn Monopole auf egal welchen Bereich sind immer der denkbar schlechteste Zustand für jeden Kunden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ernst,</p>
<p>Du reduzierst das Problem auf die Wirtschaftspolitik. In Wahrheit ist das Problem aber, dass der Staat als Gewaltmonopol überhaupt existiert. Denn ein Monopolist dieser Form bietet alles an: Wirtschaftsstruktur, Recht !, Gesundheit !, Bildung !, Geld !, Sicherheit ! usw. </p>
<p>Auch all dies muss privatisiert und dem Wettbewerb konkurrierender Ideen und Unternehmer zugeführt werden. Denn Monopole auf egal welchen Bereich sind immer der denkbar schlechteste Zustand für jeden Kunden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kollektivismus und Transparenz von Christian</title>
		<link>http://zuwi.at/kommentar/kollektivismus-und-transparenz/comment-page-1/#comment-388</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 13:35:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zuwi.at/?p=2036#comment-388</guid>
		<description>ad &quot;freiwilliger Eintritt und Austritt&quot;: Dies beruht aber auf Gegenseitigkeit. Denn auch ein bestehendes Kollektiv kann Individuen ausschliessen oder nicht aufnehmen.
Ich denke dass das 19. Jahrhundert in Bezug auf Firmengrösse nicht mehr vergleichbar ist mit der heutigen Zeit auf Grund der veränderten Kommunikationsstruktur, daher kann es sehr wohl zu sehr grossen allmächtigen Firmen kommen (siehe Walmart mit über 2 Mio Angestellten).

Vielleicht ist mir der anarchistische Ansatz schlicht zu extrem, als dass ich ihm zustimmen könnte. Denn was mir an der zwangskollektivistischen Demokratie taugt, ist mitbestimmen zu können (wenn auch nur als einer von sehr vielen) und dass es doch (wenn du auch das kritisierst) es eine durch die Trennung der Gewalten Kontrolle gibt darüber, was die Repräsentanten entscheiden und tun. In der Anarchie fehlt diese Kontrolle völlig. Sie ist gar nicht erst vorgesehen. Jeder kann sich selbst seiner Pflichten und Rechte entledigen. Niemand kann dann zur Verantwortung gezogen werden. Verträge müssen auch nicht eingehalten werden, Privateigentum muss nicht beachtet werden. -&gt; Homo homini lupus.

Ich bin sehr liberal, aber zwischen unseren Weltanschauungen liegen Welten. Trotzdem werde ich deine Artikel gerne lesen. Bin schon gespannt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ad &#8220;freiwilliger Eintritt und Austritt&#8221;: Dies beruht aber auf Gegenseitigkeit. Denn auch ein bestehendes Kollektiv kann Individuen ausschliessen oder nicht aufnehmen.<br />
Ich denke dass das 19. Jahrhundert in Bezug auf Firmengrösse nicht mehr vergleichbar ist mit der heutigen Zeit auf Grund der veränderten Kommunikationsstruktur, daher kann es sehr wohl zu sehr grossen allmächtigen Firmen kommen (siehe Walmart mit über 2 Mio Angestellten).</p>
<p>Vielleicht ist mir der anarchistische Ansatz schlicht zu extrem, als dass ich ihm zustimmen könnte. Denn was mir an der zwangskollektivistischen Demokratie taugt, ist mitbestimmen zu können (wenn auch nur als einer von sehr vielen) und dass es doch (wenn du auch das kritisierst) es eine durch die Trennung der Gewalten Kontrolle gibt darüber, was die Repräsentanten entscheiden und tun. In der Anarchie fehlt diese Kontrolle völlig. Sie ist gar nicht erst vorgesehen. Jeder kann sich selbst seiner Pflichten und Rechte entledigen. Niemand kann dann zur Verantwortung gezogen werden. Verträge müssen auch nicht eingehalten werden, Privateigentum muss nicht beachtet werden. -&gt; Homo homini lupus.</p>
<p>Ich bin sehr liberal, aber zwischen unseren Weltanschauungen liegen Welten. Trotzdem werde ich deine Artikel gerne lesen. Bin schon gespannt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kollektivismus und Transparenz von Ernst Haft</title>
		<link>http://zuwi.at/kommentar/kollektivismus-und-transparenz/comment-page-1/#comment-387</link>
		<dc:creator>Ernst Haft</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 08:54:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zuwi.at/?p=2036#comment-387</guid>
		<description>Ich habe nicht das geringste Problem mit Zusammenschlüssen, solange diese auf Freiwilligkeit beruhen (also zumindest freiwilliger Eintritt und Austritt). Ich bin aber gegen eine Zwangskollektivierung, und deshalb bin ich auch gegen den Staat. Es steht außer Frage, dass man in der Gesellschaft moralische Pflichten zu erfüllen hat (wie z.B. Ärmeren helfen); es ist aber unmoralisch, wenn man zu deren Erfüllung gezwungen werden kann. 

Die Zusammenarbeit von Individuen ist bereits durch die Arbeitsteilung notwendig, daher sehe ich Individuen auf keinen Fall als isoliert lebende Elemente an. Praktisch jeder Einzelne ist auf Interaktionen mit anderen angewiesen; das bedeutet aber nicht, dass wir eine Zwangsorganisation wie den Staat benötigen.

Egal, welche Partei an der Macht ist; es liegt an der Logik des Systems, dass jede einzelne Partei versucht, dem Staatsapparat immer mehr Macht zukommen zu lassen. Ob das nun durch &quot;Privatisierungen&quot; geschieht oder über andere Methoden, ist letztlich irrelevant.

Anarchismus verhindert Machtansammlungen gerade dadurch, dass es jeder Einzelne ist, der entscheidet, mit wem er welche Interaktionen machen will. Das 19. Jahrhundert hat (v.a. in Amerika) gezeigt, dass gerade in einem von Staatseingriffen weitgehend freien Umfeld die &quot;wirtschaftliche Macht&quot; Einzelner klein bleibt und riesige Firmen aufgrund ihrer bürokratischen Strukturen im Wettbewerb sehr schnell scheitern können.

Ich werd zum Anarchismus ein paar Artikel schreiben, sobald ich Zeit finde...das ist leider ein Thema, bei dem man ziemlich weit ausholen muss. Falls du dich aber ein bissl einlesen willst: Die mMn besten Wissenschaftler zu dem Thema sind Rothbard, Murphy und Block; Bücher/Videos von ihnen findest du auf http://mises.org/

lg,
Ernst</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe nicht das geringste Problem mit Zusammenschlüssen, solange diese auf Freiwilligkeit beruhen (also zumindest freiwilliger Eintritt und Austritt). Ich bin aber gegen eine Zwangskollektivierung, und deshalb bin ich auch gegen den Staat. Es steht außer Frage, dass man in der Gesellschaft moralische Pflichten zu erfüllen hat (wie z.B. Ärmeren helfen); es ist aber unmoralisch, wenn man zu deren Erfüllung gezwungen werden kann. </p>
<p>Die Zusammenarbeit von Individuen ist bereits durch die Arbeitsteilung notwendig, daher sehe ich Individuen auf keinen Fall als isoliert lebende Elemente an. Praktisch jeder Einzelne ist auf Interaktionen mit anderen angewiesen; das bedeutet aber nicht, dass wir eine Zwangsorganisation wie den Staat benötigen.</p>
<p>Egal, welche Partei an der Macht ist; es liegt an der Logik des Systems, dass jede einzelne Partei versucht, dem Staatsapparat immer mehr Macht zukommen zu lassen. Ob das nun durch &#8220;Privatisierungen&#8221; geschieht oder über andere Methoden, ist letztlich irrelevant.</p>
<p>Anarchismus verhindert Machtansammlungen gerade dadurch, dass es jeder Einzelne ist, der entscheidet, mit wem er welche Interaktionen machen will. Das 19. Jahrhundert hat (v.a. in Amerika) gezeigt, dass gerade in einem von Staatseingriffen weitgehend freien Umfeld die &#8220;wirtschaftliche Macht&#8221; Einzelner klein bleibt und riesige Firmen aufgrund ihrer bürokratischen Strukturen im Wettbewerb sehr schnell scheitern können.</p>
<p>Ich werd zum Anarchismus ein paar Artikel schreiben, sobald ich Zeit finde&#8230;das ist leider ein Thema, bei dem man ziemlich weit ausholen muss. Falls du dich aber ein bissl einlesen willst: Die mMn besten Wissenschaftler zu dem Thema sind Rothbard, Murphy und Block; Bücher/Videos von ihnen findest du auf <a href="http://mises.org/" rel="nofollow">http://mises.org/</a></p>
<p>lg,<br />
Ernst</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kollektivismus und Transparenz von Christian</title>
		<link>http://zuwi.at/kommentar/kollektivismus-und-transparenz/comment-page-1/#comment-386</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 08:07:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zuwi.at/?p=2036#comment-386</guid>
		<description>Hallo Ernst

Danke für die prominente Platzierung meines Zitats. Du musst meinen Namen übrigens nicht in Anführungszeichen setzen, das ist schon mein richtiger Name. ;)

Allgemein sehe ich es nicht so, dass ein Kollektiv handlungsunfähig ist. Forschungen zu Schwarmintelligenz zeigen eher das Gegenteil.
Dass Menschen sich zusammentun, sei es in Familien, Cliquen, Freundeskreisen, Stämmen, Gemeinden, Staaten oder Staatengemeinschaften ist ein uralter menschlicher Trieb.
Ich denke, es gibt eben sehr wohl Unterschiede in kollektivem Handeln und in Individuellem. Handeln einzelne Personen im Namen Vieler, so wird ihr Handeln evtl. anders sein, als wenn diese für sich handeln. Das kann nun positiv oder negativ sein. Möchten jedoch mehrere Kollektive zusammenarbeiten, wird man nicht daran vorbeikommen, Repräsentanten für einzelne Kollektive zu bestimmen.

Du sprichst von Wohlfahrtsverlusten, die daher rühren, dass niemals alle Präferenzen in einem Kollektiv berücksichtigt werden können. Diese Verluste mag es zwar geben, aber wenn jeder für sich handelt, gäbe es z.B. auch diesen Blog nicht, denn nur eine Gruppe von Programmierern war fähig diese Software zu bauen und kein einzelner. Es kann also auch erst durch Kollektive etwas entstehen. Und auch in diesem Kollektiv gab es Einzelne die die Richtung vorgaben. Übrigens: Es gäbe ohne Staaten (Kollektive) auch kein Internet.
Die Wohlfahrtsverluste mögen in einer repräsentativen Demokratie grösser sein, als in einer direkten, belegen kann man das jedoch nicht. Was auf alle Fälle in der direkten Demokratie wahrscheinlicher ist, ist die etwas geringere Macht der Repräsentanten.
Jedenfalls bietet das Kollektiv vielen auch Schutz, den sie ohne dieses Kollektiv nicht hätten, weshalb ein Zusammenleben ohne diese Bildung von Kollektiven nicht vorstellbar ist, auch nicht wünschenswert. Dies beschränkt auf der einen Seite, gibt aber auch wieder mehr Freiheiten, wenn man sich um manches keine Sorgen mehr machen muss. Das heisst natürlich nicht, dass man den allumsorgenden Staat möchte, jedoch ein gänzliches Fehlen fände ich weitaus fataler.

In jeder Demokratie mag die Mehrheit herrschen, jedoch kommt es auf die Ausgestaltung der Minderheitenrechte an. So sind z.B. im Ständerat in der Schweiz kleine Kantone überrepräsentiert oder kleine Länder in der EU-Kommission. Einer zu grossen Machtansammlung bei Einzelnen kann so vorgebeugt werden. Ebenso wichtig ist in diesem Zusammenhang Transparenz über das Handeln der Repräsentanten. Denn nur dann können auch deren Handlungen diskutiert und hinterfragt werden, nur so müssten sich die Repräsentanten einer informierten Mehrheit zur Wahl stellen. Über das Regelwerk zur Transparenz könnte auch abgestimmt werden.

Auch beugt eine Beschränkung der Amtszeit wie wir sie schon in vielen Ämtern kennen einer ungewünschten Machtansammlung vor. Diese könnte z.B. ausgeweitet werden.

In manchen Punkten kann ich dir teilweise zustimmen, jedoch in einigen nicht, wie etwa dass es zu grösserer Machtansammlung gekommen wäre, denn ein Vergleich mit Österreich vor 60-70 Jahren zeigt wohl eher das Gegenteil, auch ein Vergleich mit den 1960ern zeigt eher das Schwinden von der Macht der Parteien.
Wechselnde Mehrheiten lassen dies immer weniger zu. Denn jeder gehört einmal zur Mehrheit, einmal zur Minderheit. Die Mehrheit ist nicht immer gleich.
Ebenso bin ich trotz Zugehörigkeit zu einem Kollektiv nicht für das Handeln anderer verantwortlich. Eigenverantwortung ist durch den Zusammenschluss zu einem Kollektiv nicht abgestellt.

Leider erklärst du nicht genauer, was du meinst mit Problem an der Wurzel packen. Völlige Anarchie verhindert nämlich gerade Machtansammlung nicht. Ist also wohl kaum eine Problemlösung.

Freundliche Grüsse
Christian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ernst</p>
<p>Danke für die prominente Platzierung meines Zitats. Du musst meinen Namen übrigens nicht in Anführungszeichen setzen, das ist schon mein richtiger Name. <img src='http://zuwi.at/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Allgemein sehe ich es nicht so, dass ein Kollektiv handlungsunfähig ist. Forschungen zu Schwarmintelligenz zeigen eher das Gegenteil.<br />
Dass Menschen sich zusammentun, sei es in Familien, Cliquen, Freundeskreisen, Stämmen, Gemeinden, Staaten oder Staatengemeinschaften ist ein uralter menschlicher Trieb.<br />
Ich denke, es gibt eben sehr wohl Unterschiede in kollektivem Handeln und in Individuellem. Handeln einzelne Personen im Namen Vieler, so wird ihr Handeln evtl. anders sein, als wenn diese für sich handeln. Das kann nun positiv oder negativ sein. Möchten jedoch mehrere Kollektive zusammenarbeiten, wird man nicht daran vorbeikommen, Repräsentanten für einzelne Kollektive zu bestimmen.</p>
<p>Du sprichst von Wohlfahrtsverlusten, die daher rühren, dass niemals alle Präferenzen in einem Kollektiv berücksichtigt werden können. Diese Verluste mag es zwar geben, aber wenn jeder für sich handelt, gäbe es z.B. auch diesen Blog nicht, denn nur eine Gruppe von Programmierern war fähig diese Software zu bauen und kein einzelner. Es kann also auch erst durch Kollektive etwas entstehen. Und auch in diesem Kollektiv gab es Einzelne die die Richtung vorgaben. Übrigens: Es gäbe ohne Staaten (Kollektive) auch kein Internet.<br />
Die Wohlfahrtsverluste mögen in einer repräsentativen Demokratie grösser sein, als in einer direkten, belegen kann man das jedoch nicht. Was auf alle Fälle in der direkten Demokratie wahrscheinlicher ist, ist die etwas geringere Macht der Repräsentanten.<br />
Jedenfalls bietet das Kollektiv vielen auch Schutz, den sie ohne dieses Kollektiv nicht hätten, weshalb ein Zusammenleben ohne diese Bildung von Kollektiven nicht vorstellbar ist, auch nicht wünschenswert. Dies beschränkt auf der einen Seite, gibt aber auch wieder mehr Freiheiten, wenn man sich um manches keine Sorgen mehr machen muss. Das heisst natürlich nicht, dass man den allumsorgenden Staat möchte, jedoch ein gänzliches Fehlen fände ich weitaus fataler.</p>
<p>In jeder Demokratie mag die Mehrheit herrschen, jedoch kommt es auf die Ausgestaltung der Minderheitenrechte an. So sind z.B. im Ständerat in der Schweiz kleine Kantone überrepräsentiert oder kleine Länder in der EU-Kommission. Einer zu grossen Machtansammlung bei Einzelnen kann so vorgebeugt werden. Ebenso wichtig ist in diesem Zusammenhang Transparenz über das Handeln der Repräsentanten. Denn nur dann können auch deren Handlungen diskutiert und hinterfragt werden, nur so müssten sich die Repräsentanten einer informierten Mehrheit zur Wahl stellen. Über das Regelwerk zur Transparenz könnte auch abgestimmt werden.</p>
<p>Auch beugt eine Beschränkung der Amtszeit wie wir sie schon in vielen Ämtern kennen einer ungewünschten Machtansammlung vor. Diese könnte z.B. ausgeweitet werden.</p>
<p>In manchen Punkten kann ich dir teilweise zustimmen, jedoch in einigen nicht, wie etwa dass es zu grösserer Machtansammlung gekommen wäre, denn ein Vergleich mit Österreich vor 60-70 Jahren zeigt wohl eher das Gegenteil, auch ein Vergleich mit den 1960ern zeigt eher das Schwinden von der Macht der Parteien.<br />
Wechselnde Mehrheiten lassen dies immer weniger zu. Denn jeder gehört einmal zur Mehrheit, einmal zur Minderheit. Die Mehrheit ist nicht immer gleich.<br />
Ebenso bin ich trotz Zugehörigkeit zu einem Kollektiv nicht für das Handeln anderer verantwortlich. Eigenverantwortung ist durch den Zusammenschluss zu einem Kollektiv nicht abgestellt.</p>
<p>Leider erklärst du nicht genauer, was du meinst mit Problem an der Wurzel packen. Völlige Anarchie verhindert nämlich gerade Machtansammlung nicht. Ist also wohl kaum eine Problemlösung.</p>
<p>Freundliche Grüsse<br />
Christian</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Wieso der Staatskapitalismus scheitern muss von Ernst Haft</title>
		<link>http://zuwi.at/kommentar/wieso-der-staatskapitalismus-scheitern-musste/comment-page-1/#comment-383</link>
		<dc:creator>Ernst Haft</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 06:35:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zuwi.at/?p=1933#comment-383</guid>
		<description>Hallo Christian,

danke für deinen Input. Ich werde am Wochenende auf den Artikel von Andreas antworten und werde dann auch auf deine Kritikpunkte eingehen.

lg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Christian,</p>
<p>danke für deinen Input. Ich werde am Wochenende auf den Artikel von Andreas antworten und werde dann auch auf deine Kritikpunkte eingehen.</p>
<p>lg</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Wieso der Staatskapitalismus scheitern muss von Christian</title>
		<link>http://zuwi.at/kommentar/wieso-der-staatskapitalismus-scheitern-musste/comment-page-1/#comment-382</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 06:12:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://zuwi.at/?p=1933#comment-382</guid>
		<description>Hallo Ernst

Zu den Plattitüden: 
- &quot;Der Staat hingegen ist eine Organisation bestehend aus wenigen Individuen&quot; - Artikel 1 unserer Verfassung sagt: &quot;Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.&quot; Der Souverän sind wir alle. Wir sind der Staat. 

- &quot;Des Weiteren ist der Staat eine kriminelle Organisation, die sich durch Raub finanziert.&quot; - Man könnte Steuern jedoch auch als einen Beitrag zur Gesellschaft und zum Funktionieren dieser Gesellschaft sehen. Wie du dir aber ein Leben ohne gemeinschaftliches Budget vorstellst, erklärst du uns nicht.

- &quot;Die Verbindungen des Staats mit der Wirtschaft müssen gekappt werden&quot; - Diesen Satz hat Andreas schon auseinandergenommen, warum das nicht funktionieren kann.

- &quot;bei dem die Verbindungen zwischen Staat und Unternehmern noch weiter gestärkt wurden&quot; - Es gibt positive und negative Beispiele dazu, dieser Satz ist jedoch verallgemeinernd.

- &quot;Mehr Staat und Bürokratie waren noch nie eine erfolgreiche Lösungsstrategie für die Bewältigung von Krisen&quot; - Beispiel: In Griechenland bekommen Tote Sozialhilfen ausgezahlt, und es gibt keine Rechtssicherheit bezügl. Privateigentum und Grundstücken, da es nicht mal ein Grundbuch gibt. Hier kann wohl nur mehr Bürokratie und Staat helfen.

- &quot;Jeder Mensch muss das Recht haben, über alle Bereiche seines Lebens eigenverantwortlich zu entscheiden.&quot; - Nein, z.B. Eltern haben nicht das Recht zu entscheiden, ob ihr Kind nicht auf die Schule geht oder doch. Sie müssen die Freiheit haben zu entscheiden auf welche (staatlich gepfrüfte) Schule, aber nicht ob. Dazu gibt es hunderte Beispiele.

- &quot;Wenn es sich tatsächlich um öffentliches Eigentum handeln würde, müsste jedes einzelne Individuum frei entscheiden können, was mit seinem Anteil passiert oder könnte seinen Anteil verkaufen.&quot; Und wenn einige wenige alles kaufen weil sie einen entsprechenden Preis bieten können, was dann?

Du sprichst von der Gesellschaft. Ich halte es für eine Gesellschaft als Pflicht auch den Schwachen zu helfen und sie zu beschützen. Dein &quot;Konzept&quot; eines Staates würde die Schwachen zurücklassen und einen Staat bzw. die darin lebende Gesellschaft ins Chaos stürzen.

Ich hab leider nicht genug Zeit im Moment noch mehr auf die einzelnen Punkte einzugehen, aber auch wenn dein Frust über korrupte Politiker verständlich sein mag, die von dir genannten Punkte hier sind keine Lösungen.

Freundliche Grüsse aus der Schweiz
Christian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ernst</p>
<p>Zu den Plattitüden:<br />
- &#8220;Der Staat hingegen ist eine Organisation bestehend aus wenigen Individuen&#8221; &#8211; Artikel 1 unserer Verfassung sagt: &#8220;Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus.&#8221; Der Souverän sind wir alle. Wir sind der Staat. </p>
<p>- &#8220;Des Weiteren ist der Staat eine kriminelle Organisation, die sich durch Raub finanziert.&#8221; &#8211; Man könnte Steuern jedoch auch als einen Beitrag zur Gesellschaft und zum Funktionieren dieser Gesellschaft sehen. Wie du dir aber ein Leben ohne gemeinschaftliches Budget vorstellst, erklärst du uns nicht.</p>
<p>- &#8220;Die Verbindungen des Staats mit der Wirtschaft müssen gekappt werden&#8221; &#8211; Diesen Satz hat Andreas schon auseinandergenommen, warum das nicht funktionieren kann.</p>
<p>- &#8220;bei dem die Verbindungen zwischen Staat und Unternehmern noch weiter gestärkt wurden&#8221; &#8211; Es gibt positive und negative Beispiele dazu, dieser Satz ist jedoch verallgemeinernd.</p>
<p>- &#8220;Mehr Staat und Bürokratie waren noch nie eine erfolgreiche Lösungsstrategie für die Bewältigung von Krisen&#8221; &#8211; Beispiel: In Griechenland bekommen Tote Sozialhilfen ausgezahlt, und es gibt keine Rechtssicherheit bezügl. Privateigentum und Grundstücken, da es nicht mal ein Grundbuch gibt. Hier kann wohl nur mehr Bürokratie und Staat helfen.</p>
<p>- &#8220;Jeder Mensch muss das Recht haben, über alle Bereiche seines Lebens eigenverantwortlich zu entscheiden.&#8221; &#8211; Nein, z.B. Eltern haben nicht das Recht zu entscheiden, ob ihr Kind nicht auf die Schule geht oder doch. Sie müssen die Freiheit haben zu entscheiden auf welche (staatlich gepfrüfte) Schule, aber nicht ob. Dazu gibt es hunderte Beispiele.</p>
<p>- &#8220;Wenn es sich tatsächlich um öffentliches Eigentum handeln würde, müsste jedes einzelne Individuum frei entscheiden können, was mit seinem Anteil passiert oder könnte seinen Anteil verkaufen.&#8221; Und wenn einige wenige alles kaufen weil sie einen entsprechenden Preis bieten können, was dann?</p>
<p>Du sprichst von der Gesellschaft. Ich halte es für eine Gesellschaft als Pflicht auch den Schwachen zu helfen und sie zu beschützen. Dein &#8220;Konzept&#8221; eines Staates würde die Schwachen zurücklassen und einen Staat bzw. die darin lebende Gesellschaft ins Chaos stürzen.</p>
<p>Ich hab leider nicht genug Zeit im Moment noch mehr auf die einzelnen Punkte einzugehen, aber auch wenn dein Frust über korrupte Politiker verständlich sein mag, die von dir genannten Punkte hier sind keine Lösungen.</p>
<p>Freundliche Grüsse aus der Schweiz<br />
Christian</p>
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