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	<title>zuwi.at &#124;</title>
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		<title>Was Sparprogramme und die Krise mit Erbsen zu tun haben</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 17:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eurokrise]]></category>

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		<description><![CDATA[In Europa gibt es keinen „Sparkurs“, meint Niko Jilch von Die Presse. In vielen konservativen Tageszeitungen liest man sinngemäß: Was regt man sich denn so auf über diese Sparprogramme, die Schulden steigen doch noch immer weiter. Natürlich: Grundsätzlich spart man nur dann, wenn man nicht alles ausgibt, was man einnimmt. Volkswirtschaftlich betrachtet ist das freundlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2554" title="Ideologischer Wettstreit" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/04/501231_original_R_K_B_by_JOTZO-JÜRGEN_pixelio.de_.jpg" alt="" width="620" height="269" /></p>
<p>In Europa gibt es keinen „Sparkurs“, <a href="https://twitter.com/JilNik/status/326339671829393409">meint Niko Jilch von <em>Die Presse</em></a>. In vielen konservativen Tageszeitungen liest man sinngemäß: Was regt man sich denn so auf über diese Sparprogramme, die Schulden steigen doch noch immer weiter.</p>
<p>Natürlich: Grundsätzlich spart man nur dann, wenn man nicht alles ausgibt, was man einnimmt. Volkswirtschaftlich betrachtet ist das freundlich bezeichnet aber Erbsenzählerei. Warum, möchte ich mit einem kleinen Beispiel veranschaulichen.</p>
<h2>Die Geschichte von Lieschen Müller</h2>
<p>Lieschen Müller arbeitet in einer Werkstatt. Sie kommt im Monat auf 38 Stunden und verdient so 1.500 Euro. Für Wohnung, Auto, Essen und &amp; Co gibt sie im Schnitt 1.400 Euro aus. Sie spart im Monat also 100 Euro.</p>
<p>Alles läuft gut und Lieschen ist zufrieden. Doch dann kommt eines Tages eine große Wirtschaftskrise. Die Leute kommen weniger in die Werkstatt. Ihr Chef schraubt ihre Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche herunter. Jetzt verdient sie nur mehr 1.200 Euro.</p>
<p>Lieschen spart an allen Ecken und Enden. Sie benützt ihr Auto weniger, kauft billigeres Essen und geht kaum mehr aus. Trotzdem braucht sie noch immer 1.250 Euro im Monat.</p>
<p>Obwohl Lieschen Müller 150 Euro gespart hat, gibt sie noch immer mehr aus, als sie einnimmt.</p>
<h2>Lieschen goes Europe</h2>
<p>In Europa gibt es derzeit so einige Lieschen Müller. Nur, dass dem Lieschen nicht nur das „Gehalt“ gekürzt wurde, sondern sie auch noch dazu die Rechnungen für ihre arbeitslose Tochter zahlen muss. Und trotzdem haben die Krisen-Lieschen Europas ihre Ausgaben gedrückt.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2535 alignnone" title="greece" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/04/greece1.jpg" alt="" width="620" height="254" /></p>
<p><img class="size-full wp-image-2536 alignnone" title="spain" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/04/spain.jpg" alt="" width="620" height="241" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2537" title="portugal" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/04/portugal.jpg" alt="" width="620" height="252" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2538" title="irland" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/04/irland.jpg" alt="" width="620" height="251" /></p>
<p>Wer würde es Lieschen Müller übel nehmen, dass sie es in dieser schweren Zeit &#8211; sie verdient weniger und muss zusätzlich für ihre Tochter sorgen &#8211; nicht auch noch schafft, etwas zur Seite zu legen? Wer würde abstreiten, dass Lieschen nicht doch spart? Auch wenn ihr trotzdem am Ende des Monats nichts übrig bleibt.</p>
<p>Das &#8220;Gehalt&#8221; (BIP) der Euroländer ist in den letzten Jahren stark gesunken. Das griechische seit 2007 um über 20%, das irische leicht über, das portugiesische knapp unter 6%, das spanische um gut 4% (Quelle: <a href="http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&amp;init=1&amp;plugin=1&amp;language=de&amp;pcode=tec00115">eurostat</a>). In einer Krise schießen die Staatsausgaben normalerweise in die Höhe (Ausgaben für Soziales).</p>
<p>Derzeit ist in den Krisenländern aber das Gegenteil der Fall. Warum bloß? Wird in Europa etwa&#8230; gespart?</p>
<p>Nun ja, man kann mit Erbsen auch Politik machen.</p>
<blockquote><p>Niko hat mittlerweile <a href="https://twitter.com/JilNik/status/326588512784748544">auf den Artikel reagiert</a>. Und <a href="https://twitter.com/a_sator/status/326641386503950336">ich auf ihn</a>.</p></blockquote>
<p>Titelbild © Jotzo Jürgen / <a href="http://www.pixelio.de/">pixelio.de<br />
</a>Grafiken: <a href="http://tradingeconomics.com">tradingeconomics.com</a></p>
<div>PS: Volkswirtschaftliche Zusammenhänge mit denen eines privaten Haushaltes zu erklären, ist eine gefährliche Sache. Die schwäbische Hausfrau lässt grüßen. Würde man das Beispiel aber volkswirtschaftlich adaptieren, dann würde es das Ergebnis nur noch klarer untermauern. So verringert sich das Einkommen von Lieschen Müller wenigstens nicht im kommenden Jahr, wenn sie heuer spart.</div>
<div></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Spanien schrumpft 2012 um 1,3 Prozent</title>
		<link>http://zuwi.at/themen/eurokrise/spanien-schrumpft-2012-um-13-prozent/</link>
		<comments>http://zuwi.at/themen/eurokrise/spanien-schrumpft-2012-um-13-prozent/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2013 19:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eurokrise]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>

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		<description><![CDATA[Spanien ist weiter in der Rezession. Ein Blick auf die Entwicklung von Arbeitslosigkeit, Inflation und Finanzmarkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2505" title="Spanien Wirtschaft Krise" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/288399_original_R_K_B_by_Stephanie-Hofschlaeger_pixelio.de_.jpg" alt="" width="620" height="349" /></p>
<p>Zentralbanken haben in dieser Krise nicht nur den Euro gerettet. Nein, sie versorgen uns auch mit nützlichen Informationen. So wie die <a href="http://www.bde.es/bde/en/">Banco de España (BDE)</a>, die Zentralbank Spaniens.</p>
<p>Vor gut einer Woche hat die den <a href="http://www.bde.es/f/webbde/SES/Secciones/Publicaciones/InformesBoletinesRevistas/BoletinEconomico/13/Ene/Files/coye.pdf">Quartalsbericht für die letzten drei Monate 2012 veröffentlicht</a>. Und darin stecken auch schon recht genaue Schätzungen zur Entwicklung des ganzen Jahres. Das war mir einen genaueren Blick wert.</p>
<p><span style="font-size: 1.5em;">Wirtschaftsleistung</span></p>
<ul>
<li>Das <strong>BIP</strong> ist 2012 um <span style="color: #ff0000;">1,3%</span> geschrumpft</li>
<ul>
<li>Die Inlandsnachfrage ist um <span style="color: #ff0000;">3,9%</span> eingebrochen</li>
<li>Der Außenbeitrag (&#8220;net external demand&#8221;, Exporte minus Importe) beträgt <span style="color: #339966;">+ 2,6%</span>, sowohl fallende Importe als auch steigende Exporte haben dazu beigetragen</li>
<ul>
<li>Die Exporte sind um <span style="color: #339966;">3,3%</span> gestiegen, die Importe um<span style="color: #ff0000;"> 5%</span> gefallen</li>
</ul>
</ul>
</ul>
<div>
<div id="attachment_2497" class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><img class="size-full wp-image-2497" title="BIP Spanien" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/2013-01-24_194232.jpg" alt="" width="400" height="265" /><p class="wp-caption-text">Quelle: Banco de España</p></div>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<h2> Arbeitslosigkeit</h2>
<ul>
<li>Die Arbeitslosigkeit ist um<span style="color: #ff0000;"> 4,3%</span> gestiegen, im dritten Quartal waren 25% der Spanier ohne Job</li>
<ul>
<li>Zum ersten Mal seit Ausbruch der Krise ist auch der Stand der öffentlich Bediensteten gesunken</li>
</ul>
<li>Der durchschnittliche Arbeitnehmer hat um etwa <span style="color: #ff0000;">0,6%</span> weniger verdient als ein Jahr zuvor. Stark dazu beigetragen haben öffentliche Bedienstete</li>
</ul>
<div></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Inflation</h2>
<ul>
<li>Die Inflation betrug 2,9%</li>
<ul>
<li>Damit liegt sie 0,8% über dem Euro-Schnitt</li>
<li>Vor allem höhere Energiepreise und die MWST-Erhöhung zeigen sich dafür verantwortlich</li>
<li>Die BDE schätzt, dass sich Spanien 2013 wieder an die Eurozone anpasst, weil die temporären Effekte dann weg sind</li>
</ul>
<li>Die BDE rechnet dann mit einem HICP von unter 2%  (HICP = harmonisierter Verbraucherpreisindex; diese Maßeinheit wird für die standardisierte Berechnung der Inflation im Euroraum verwendet)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Finanzmarkt</h2>
<ul>
<li>Spanien muss auf 10-jährige Anleihen nur mehr 5,1% bezahlen (Anmerkung: seit dem Druck des Berichts ist die entsprechende Rendite bereits auf 5,01% gefallen, <a href="http://www.bloomberg.com/quote/GSPG10YR:IND">Stand 24.1. abends</a>)</li>
<li>Im viertel Quartal sind die Aktienpreise (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/IBEX_35">IBEX 35</a>) um <span style="color: #339966;">6%</span> gestiegen, über das Jahr bleibt trotzdem ein Minus von <span style="color: #ff0000;">5,3%</span></li>
<li>Die Preise am Immobilienmarkt sind auch in den letzten Monaten des Jahres 2012 gefallen</li>
<li>Für Unternehmen ist es weiterhin schwer, an Kredite zu kommen</li>
</ul>
<div></div>
<div></div>
<div></div>
<p>Alles in allem also keine wirkliche Erholung in Sicht. Der spanische Aktienmarkt lässt hoffen, die Kürzungen der Regierung und die hohe Arbeitslosigkeit sind aber Gift für jede wirtschaftliche Entwicklung. Was 2013 bringt, wird sich erst zeigen.</p>
<p>Titelbild: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de</p>
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		</item>
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		<title>Österreichs Wirtschaftswachstum in den letzten 2000 Jahren</title>
		<link>http://zuwi.at/themen/wachstum/osterreichs-wirtschaftswachstum-in-den-letzten-2000-jahren/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2013 15:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Österreichs Wirtschaft wächst, ist nicht selbstverständlich. Erst seit etwa 200 Jahren gibt es so etwas wie ein stetiges Plus. Andreas Sator blickt auf die letzten 2000 Jahre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2417" title="Wachstum" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/619073_original_R_K_B_by_bagal_pixelio.de_.jpg" alt="" width="620" height="340" /></p>
<p>Österreichs Wirtschaft ist 2012 um gut ein halbes Prozent gewachsen, <a href="http://www.wifo.ac.at/wwa/jsp/wwd_viewer.jsp?url=http%3A%2F%2Fwww.wifo.ac.at%2Fcgi-bin%2Ftabellen%2Ftranstb2.cgi%3F2%2B1%2Bnetkonj%2B%2B%2B%2B%2B%2B0%2B%2B0">sagt das WIFO</a>. Das heißt, es wurden im vergangenen Jahr etwas mehr Güter, zum Beispiel Autos, und Dienstleistungen, etwa eine Übernachtung im Hotel, an den Mann gebracht als noch ein Jahr zuvor.</p>
<p>Das ist aber kein Grund zur Freude. Österreich verkauft sich damit nämlich deutlich unter Wert. In den letzten 30 Jahren war man nur drei Mal schlechter (84, 93, 09). Generell schadet ein Blick in die Vergangenheit nie, um das hier und jetzt verstehen und besser einordnen zu können.</p>
<h2>Ein Professor macht&#8217;s möglich</h2>
<p>Mit der Arbeit von Angus Maddison, einem britischen Wirtschaftsprofessor, kann man das auch mit dem österreichischen Wirtschaftswachstum tun. Maddison, der 2010 verstarb und lange in den Niederlanden gearbeitet hat, galt und gilt als der Wachstumshistoriker schlechthin. Seine Website ist <a href="http://www.ggdc.net/maddison/">eine Goldgrube für Statistikfans</a>.</p>
<p>Er geht bis ins Jahr 1 nach Christus zurück. Dafür muss man viel schätzen. Richtig standardisiert Statistik geführt wird nämlich noch nicht allzu lange. Zwar bekam Österreich mit dem Statistischen Bureau bereits 1829 sein eigenes Statistikamt (das heute die Statistik Austria ist), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_II._(HRR)">Monarchen wie Franz I.</a> oder seinen Nachfolgern traut man bei so etwas aber eher weniger.</p>
<p>Achtung: Alle verwendeten Daten sind in Geary-Khamis Dollar gemessen, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Geary%E2%80%93Khamis_dollar">einer ökonomischen Maßeinheit, um verschiedene Währungen vergleichen zu können</a>.</p>
<h2>Österreichs BIP, vom Jahr 1 unserer Zeitrechnung bis 1820</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2446" title="Österreichs BIP Wachstum 1-1820" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/1.jpg" alt="" width="618" height="287" /></p>
<p>Es hat sich zwar auch in Antike und Mittelalter etwas getan mit unserer Wirtschaft. Wie wenig zeigt aber schon, dass der Anstieg von 1700 bis 1820 beinahe genauso groß ist wie der von 1 bis 1700. Am besten erkennt man das, wenn man die nächsten 200 Jahre auch noch in die Statistik dazunimmt. Hallo Industrialisierung!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2447" title="Österreichs BIP Wachstum 1-2000" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/21.jpg" alt="" width="618" height="287" /></p>
<p>Dafür verantwortlich ist aber nicht nur der produktivere Umgang mit unseren Ressourcen, sondern auch die Anzahl der mit anpackenden Hände. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung sind auch immer weniger Kinder gestorben und die Menschen generell älter geworden.</p>
<h2>Österreichs Bevölkerungsentwicklung, 1 bis 2000</h2>
<p>Hat sich die Bevölkerung in Österreich in den ersten 1000 Jahren nach Christus also quasi nicht verändert (Schwankungen gab&#8217;s sehr wohl), ist sie etwa zwischen 1700 und 1820 um ein Drittel gewachsen. In den nächsten 80 Jahren (bis 1900) hat sie sich noch einmal verdoppelt um im nächsten Jahrhundert noch einmal ein Viertel draufzulegen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2448" title="Österreichs Bevölkerung Entwicklung 1-2000" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/31.jpg" alt="" width="618" height="287" /></p>
<p>Um also wirklich feststellen zu können, wie viel reicher der Einzelne wurde, muss man dividieren. So kommt man zum Pro Kopf-BIP.</p>
<h2>Österreichs BIP pro Kopf, 1-2000</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2449" title="Österreichs BIP pro Kopf 1-2000" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/41.jpg" alt="" width="619" height="287" /></p>
<p>Richtig reich wurde Österreich also erst im 20. Jahrhundert. Das Wachstum zuvor ist zu einem großen Teil auf nicht-wirtschaftliche Kriterien zurückzuführen. Also bessere medizinische und hygienische Bedingungen, die die Bevölkerungszahl explodieren ließen.</p>
<p>Rechnet man mit dem BIP pro Kopf, kann man die Zahlen auch mit anderen Ländern vergleichen.</p>
<h2>BIP pro Kopf im internationalen Vergleich, 1-1900</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2450" title="BIP pro Kopf im internationalen Vergleich, 1-1900" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/51.jpg" alt="" width="618" height="287" /></p>
<p>Zwischen dem Gebiet, das heute Österreich und Deutschland ist, gibt es historisch wenig überraschend große Parallelen. Spannend ist vor allem die Entwicklung mit Ende des Mittelalters, wo sich Großbritannien von den anderen Ländern &#8220;verabschiedet&#8221;. Erst im 19. Jahrhundert preschen die USA nach.</p>
<p>Weil sich im Vergleich zu 1900 in den nächsten hundert Jahren so viel getan hat, gibt&#8217;s das 20. Jahrhundert extra. Man würde in der Grafik sonst auch gar nichts erkennen.</p>
<h2>BIP pro Kopf im internationalen Vergleich, 1900-2000</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2429" title="BIP pro Kopf im internationalen Vergleich" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/6.jpg" alt="" width="618" height="287" /><br />
Beeindruckend ist hier vor allem die Entwicklung der USA, die sich nach dem ersten Weltkrieg (endgültig dann nach WWII) als absolute ökonomische Supermacht festsetzen. Die Einbrüche Deutschlands und Österreichs mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind klar zu erkennen.</p>
<p>Die Wiedervereinigung schlägt sich auch im deutschen BIP nieder, ab 1990 ist Österreichs BIP pro Kopf Jahr für Jahr höher als das deutsche. Ein Blick auf die Zahlen nach dem zweiten Weltkrieg veranschaulichen das.</p>
<h2>BIP pro Kopf nach WWII im internationalen Vergleich, 1946-2006</h2>
<h2><img class="alignnone size-full wp-image-2432" title="Wirtschaftswachstum Nachkriegszeit Österreich Deutschland Frankreich Großbritannien" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/7.jpg" alt="" width="618" height="448" /></h2>
<p>Damit man etwas erkennt, habe ich die USA weggelassen und die Grafik extra groß gemacht. Die Aufholjagd Deutschlands ist beachtlich. Österreich rückt seinem Nachbar bereits zur Ölkrise knapp an den Kragen, verliert dann aber wieder etwas an Boden.</p>
<p>Schlussendlich musste die Wiedervereinigung herhalten, um den großen Bruder zu überholen. Von da an wächst der Abstand aber beachtlich. Ganz interessant ist da auch, wie sich das Wachstum Österreichs über die Jahrzehnte entwickelt hat:</p>
<h2>Durchschnittliches BIP-Wachstum Österreichs seit 1870</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2435" title="Österreich Durchschnittliches Wachstum seit 1870" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/8.jpg" alt="" width="618" height="378" /></p>
<p>Die beiden Weltkriege lassen grüßen. Was erstaunlich ist: Durch die Aufrüstung für Weltkrieg #2 konnte Österreich sogar die Dekade der Great Depression noch ins Plus drehen. Erstaunlich, aber wenig bewundernswert.</p>
<p>Für all jene, die es genau wissen wollen, auch noch eine Übersicht der Entwicklung der jährlichen Wachstumsraten in dieser Zeit:</p>
<h2>Jährliches BIP-Wachstum Österreichs seit 1870</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2444" title="Österreichs jährliches Wirtschaftswachstum seit 1870" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/9.jpg" alt="" width="618" height="676" /></p>
<p>Entfernt habe ich das Jahr 1945, weil Maddison hier auf einen Einbruch von fast 60% kommt. Ob das stimmen mag oder nicht: Jedenfalls erkennt man mit so einem Ausreißer auf der Grafik ansonsten nichts mehr.</p>
<p>Wie bereits erwähnt, ist ein Wachstum von einigen Prozent historisch absolut keine Konstante, sondern eher ein Phänomen der letzten 150 bis maximal 200 Jahre.</p>
<h2>Österreichs jährliches Wachstum über die Jahrhunderte im Vergleich</h2>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2454" title="Österreichs Wachstum über die Jahrhunderte" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2013/01/11.jpg" alt="" width="618" height="330" /></p>
<p>Die Beschriftung ist jeweils die Wachstumsrate Österreichs. * 1700-1820, ** 1820-1900</p>
<p>Also: Spürbares Wirtschaftswachstum ist ein Phänomen der letzten 200 Jahre.</p>
<h2>Wie Angus Maddison arbeitet</h2>
<p>Wie Maddison bei seiner Arbeit vorgeht, konnte ich leider nicht ausfindig machen. Ich habe <a href="http://www.economist.com/node/16004937?story_id=16004937">dazu einen einzigen Artikel gefunden</a>, bei der die Thematik kurz angeschnitten wird. Für das England des 17. und 18. Jahrhunderts hat er sich unter anderem angesehen, um wie viel von Generation zu Generation mehr vererbt wurde.</p>
<p>Ältere Daten sind mit äußerster Vorsicht zu genießen, bis 1870 sind die Schätzungen sehr grob und nur für alle 100 Jahre vorhanden. Die österreichischen Daten zu den letzten 35 Jahren konnte ich mit denen der Statistik Austria vergleichen, sie ähneln sich großteils auf wenige Promille.</p>
<p>Ob die Zahlen nun aufs Komma stimmen, oder nicht: Der Trend ist entscheidend. Und der geht aus den Daten klar hervor. Maddison hat damit die Basis für viele weiterführende Arbeiten gelegt, ob historisch, ökonomisch oder wie eben hier, beides.</p>
<p>Titelbild © bagal / <a href="http://www.pixelio.de/">pixelio.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das nächste Rettungspaket für Griechenland, einfach erklärt</title>
		<link>http://zuwi.at/themen/eurokrise/wie-griechenlands-schuldenlast-gedruckt-werden-soll/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2012 01:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eurokrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Eurozone will Griechenlands Schuldenquote senken. Wie man das anstellen möchte: Eine Übersicht von Andreas Sator.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2344" title="Griechenland EU" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/11/511457_original_R_K_B_by_Dieter-Schütz_pixelio.de_.jpg" alt="" width="620" height="338" /></p>
<p>Lange hat es gedauert, und schlussendlich ist das Ergebnis sogar mehr als Kosmetik.</p>
<p>Das neue Ziel: Bis 2020 will man <a href="http://www.ft.com/intl/cms/s/0/95895162-3839-11e2-a97e-00144feabdc0.html#axzz2DTPg7zRU">die griechische Schuldenquote auf 124% drücken</a> (vorher: 120%). Das klingt nach wenig. Ist es aber nicht. Denn die 120% wollte man <em>ohne</em> die jetzt beschlossenen Maßnahmen erreichen. Endlich hat man auch in Brüssel kapiert: Dass das mit Griechenland bis 2020 alles schon irgendwie wird, glaubt uns keiner mehr. Was neu ist, Punkt für Punkt:</p>
<ul>
<li>Die Zinsen für griechische Hilfskredite werden gesenkt.</li>
<ul>
<li>Die Zinsen auf Kredite aus dem ersten Bailout werden um 1% gesenkt. Das soll die Schuldenquote um 2% verringern. Für einige Euroländer könnte das teuer werden, müssen sie die Kredite doch selbst am Markt aufnehmen und dafür teilweise mehr bezahlen. Aus dem Kredit wird so ein Teiltransfer von Geld.</li>
<li>Die Zinszahlungen aus dem zweiten Bailout werden um zehn Jahre aufgeschoben, die Kredite selbst um 15 Jahre verlängert.</li>
</ul>
<li>Griechenland soll Geld dafür bekommen, seine eigenen Anleihen zurückzukaufen. Wie das genau ablaufen wird, weiß im Moment noch niemand. Der IWF will deshalb bis alles geklärt ist auch kein Geld mehr beischießen.</li>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">Was bringt ein Anleihenrückkauf?</span> Der Gedanke: Die griechischen Anleihen sind am Markt sehr billig. Anleihen mit einer Laufzeit von <a href="http://www.finanzen.net/anleihen/A1G1UA-Griechenland-Anleihe">etwas mehr als 10 Jahren notieren derzeit bei 35,2 Punkten</a>. Das heißt: Für das Versprechen, zu Beginn des Jahres 2023 die geborgten 100€ zurückzubekommen (inklusive jährlichen Zahlungen von Zinsen), muss man derzeit 35,20€ bezahlen. Kauft Griechenland die Anleihen jetzt selbst zurück, zahlt es nur ein Drittel. Über den Nutzen herrscht <a href="http://blog.zeit.de/herdentrieb/2012/11/01/was-bringt-ein-anleiheruckkauf-in-griechenland_5340">unter Ökonomen aber Zweifel</a>.</li>
</ul>
<li>Gewinne, die die EZB mit griechischen Anleihen gemacht hat, sollen nach Griechenland überwiesen werden. Das soll die Schuldenquote um 4,6% drücken.</li>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">Wieso hat die EZB Gewinne mit griechischen Anleihen gemacht?</span> Um die Zinsen auf Anleihen zu senken, hat die EZB Anleihen aufgekauft. Weil die relativ billig waren (siehe Erklärung zuvor), und Griechenland Teile davon bereits zum vollen Nominalwert bedient hat (also zu 100€ im Gegensatz zum Kaufwert von 35,20€ zuvor), hat die EZB Gewinne erzielt.</li>
<li>Das Geld das Griechenland so bekommt soll aber nur für die <a href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1317238/44-Milliarden-Euro-Hilfe-fuer-Griechenland-verabschiedet?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do">Rückzahlung von Krediten verwendet werden dürfen</a>.</li>
</ul>
</ul>
<p>Die Financial Times schreibt: Der Großteil der geplanten Entlastung bleibt am Anleihenrückkauf haften. Die Anleihen werden übrigens bereits immer teurer. Kein Wunder: Bald gibt es einen fixen Abnehmer für die Papiere, den griechischen Staat.</p>
<p>PS: Einen guten Kommentar zum Status Quo <a href="http://derstandard.at/1353207494046/Rettung-Athens-dauert-Jahrzehnte">hat Thomas Mayer auf derStandard.at geschrieben</a>.</p>
<p>Titelbild © Dieter Schütz / <a href="http://www.pixelio.de/">pixelio.de</a></p>
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		<item>
		<title>Dokutipp: &#8220;The Greek Resistance&#8221;</title>
		<link>http://zuwi.at/themen/eurokrise/dokutipp-the-greek-resistance/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Nov 2012 23:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eurokrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Menschen in Griechenland sehen die Krise gänzlich anders als die Deutschen. Al Jazeera hat dazu eine sehenswerte Dokumentation gestaltet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Al Jazeera hat eine sehenswerte Dokumentation über die Krise aus griechischer und deutscher Sicht gestaltet. Es geht mehr um Gefühle, Emotionen und unterschiedliche Wahrnehmungen als um ökonomische Fakten. Im Mittelpunkt stehen die Menschen und ihr Blick auf das, was gerade in Griechenland passiert.</p>
<p><object id="flashObj" width="480" height="270" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashVars" value="videoId=1985674099001&amp;playerID=664965303001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAmtVJIFk~,TVGOQ5ZTwJZbyLu770YWZ_LE4OaoU5Nv&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" /><param name="flashvars" value="videoId=1985674099001&amp;playerID=664965303001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAmtVJIFk~,TVGOQ5ZTwJZbyLu770YWZ_LE4OaoU5Nv&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="swliveconnect" value="true" /><param name="pluginspage" value="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash" /><embed id="flashObj" width="480" height="270" type="application/x-shockwave-flash" src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" flashVars="videoId=1985674099001&amp;playerID=664965303001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAmtVJIFk~,TVGOQ5ZTwJZbyLu770YWZ_LE4OaoU5Nv&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" base="http://admin.brightcove.com" seamlesstabbing="false" allowFullScreen="true" swLiveConnect="true" allowScriptAccess="always" flashvars="videoId=1985674099001&amp;playerID=664965303001&amp;playerKey=AQ~~,AAAAmtVJIFk~,TVGOQ5ZTwJZbyLu770YWZ_LE4OaoU5Nv&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" pluginspage="http://www.macromedia.com/shockwave/download/index.cgi?P1_Prod_Version=ShockwaveFlash" /></object></p>
<p>Titelbild © Konstantinos Dafalias / <a href="http://www.pixelio.de/">PIXELIO</a></p>
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		<title>Die Welt wird ungleicher: Gründe und Auswege</title>
		<link>http://zuwi.at/themen/wachstum/die-welt-wird-ungleicher-grunde-und-auswege/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Nov 2012 12:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Arm]]></category>
		<category><![CDATA[gerecht]]></category>
		<category><![CDATA[Gini]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[sozial]]></category>
		<category><![CDATA[Ungleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ungleichheit nimmt fast überall auf der Welt zu. Der Economist hat dem Thema eine Spezialausgabe gewidmet. Wir fassen das wichtigste daraus zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2315" title="Weg" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/10/614866_original_R_by_Ich-und-Du_pixelio.de_.jpg" alt="" width="620" height="309" /></p>
<p>In den letzten 30 Jahren hat die Ungleichheit in den USA ein bedenkliches Ausmaß angenommen. Zu diesem Schluss kommt das britische Wochenmagazin <a href="http://www.economist.com">The Economist</a>. Die wirtschaftsliberale Zeitschrift hat den Gründen und Auswirkungen im vergangenen Oktober ein 24-seitiges Spezial gewidmet. Dabei werden nicht nur die USA betrachtet, sondern auch Lateinamerika, Asien oder Schweden. Das las sich so interessant, dass ich hier eine Zusammenfassung der für mich spannendsten Argumente wiedergeben möchte.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Achtung</span>: Ab hier stammen die Inhalte <em>komplett</em> aus dem Economist. Aus Gründen der Leserlichkeit spare ich mir sowohl Zitate als auch den Konjunktiv. Die Titel der Artikel sind verlinkt. Bei Interesse können sie also selbst gelesen werden (ohne Abo kann man aber nur 5 pro Woche lesen).</p>
<h2><a href="http://www.economist.com/node/21564414">For richer, for poorer</a></h2>
<p>Seit 1980 hat sich der Anteil des Einkommens der Top 1% in den USA von 10 auf 20% verdoppelt. Das am besten verdienenste Prozent dieses Prozentes hat seinen Anteil sogar verfünffacht, von 1 auf 5% und verdient im Schnitt 24 Millionen Dollar.</p>
<p>Der Gini-Koeffizient von 0 bis 1 (1, einer verdient alles, 0, alle gleich viel) ist in dieser Zeit um 30 % gestiegen (auf 0.39). In Schweden ist er in dieser Zeit um ein Viertel gestiegen (auf 0.24), in China gleich um die Hälfte (auf 0.42). Einzig Lateinamerika stemmt sich gegen diesen Trend, dort ist in den letzten zehn Jahren die Einkommensungleichheit zurückgegangen.</p>
<p>Die globale Ungleichheit, also der Gini-Koeffizient zwischen den Ländern, fällt hingegen. Die armen Länder holen auf, die reichen Länder kämpfen mit ihren Wachstumsraten.</p>
<div id="attachment_2304" class="wp-caption alignnone" style="width: 605px"><img class="size-full wp-image-2304" title="20121013_srm003" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/10/20121013_srm003.png" alt="" width="595" height="302" /><p class="wp-caption-text">Quelle: The Economist</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die &#8220;U&#8221;-förmige Kuznets-Kurve schien sich bis 1980 empirisch zu bestätigen. Sie sagt aus, dass mit steigender Prosperität zuerst einmal die Ungleichheit zunimmt, mit der Zeit aber dann wieder abnimmt. Faktisch scheint sie &#8220;N&#8221;-Förmig zu verlaufen: Die Ungleichheit nimmt zu, ab und dann wieder zu (in den entwickelten Ländern eben seit etwa 30 Jahren).</p>
<h2><a href="http://www.economist.com/node/21564413">As you were</a></h2>
<p>Vor der Industriellen Revolution war das Einkommen pro Kopf in den 10 reichsten Ländern nur 6x so hoch wie das der 10 ärmsten. Die globale Ungleichheit war also gering. Dafür war sie in den einzelnen Ländern viel höher, es gab kaum soziale Mobilität und eine konstante elitäre Schicht. Als einzige Ausnahme gelten die 13 Kolonien Nordamerikas zur Zeit der amerikanischen Revolution, dort war das Einkommen gleicher verteilt als quasi überall sonst.</p>
<p>Die Industrielle Revolution trieb den Gini-Koeffizienten nach oben, aus globaler und nationaler Sicht. So stieg er in England etwa von 0.4 1823 auf 0.63 1871. In den meisten Ländern ist der Anteil der Top 1% am Einkommen ab den 20ern bis in die späten 70er des 20. Jahrhunderts dann aber gesunken. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich erste Vorboten moderner Sozialsysteme, die USA investieren in den 1920ern massiv in öffentliche Schulen und Massenbildung. So war der Gini-Koeffizient der USA Mitte der 70er bei 0.3 (Schweden lag zu dieser Zeit bei 0.2).</p>
<p>Die globale Ungleichheit ist aber drastisch gestiegen, so waren in den 1970ern die 10 reichsten Länder 40x reicher als die 10 ärmsten.</p>
<h2><a href="http://www.economist.com/node/21564418">The rich and the rest</a></h2>
<p>Mit der zunehmenden Computerisierung ist seit den 1980ern die Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitern gestiegen, die nach weniger gut ausgebildeten gefallen. Dadurch haben sich die relativen Einkommen dieser beiden Gruppen auseinander entwickelt.</p>
<p>Die weniger gut ausgebildeten Menschen haben ihre Qualifikationen dem technischen Fortschritt nicht anpassen können. Dafür sind vor allem zwei Dinge verantwortlich: Die steigenden Kosten für Universitätsausbildung und Unzulänglichkeiten im amerikanischen Schulsystem. In den 70ern haben die jährlichen Studiengebühren für eine öffentliche Uni 4% eines durchschnittlichen Haushaltseinkommens verschluckt, heute sind es 10%. Der Preis privater Unis hat sich ebenso mehr als verdoppelt: von 20% auf 45%.</p>
<p>In den USA werden Schulen vor allem lokal finanziert. Reichere Regionen leisten sich bessere Schulen. Das fördert die Ungleichheit. Fast einzigartig unter reichen Ländern: In der Gruppe der 25- bis 34-jährigen ist ein Universitätsabschluss heute unwahrscheinlicher als eine Generation zuvor.</p>
<p>CEOs verdienen heute 140% mehr als die zwei nächsten in der Unternehmenshierarchie. Zu Beginn der 80er waren das nur 40%. Dafür dürfte sich aber die Globalisierung und durch den größeren Markt auch größer werdende Unternehmen verantwortlich zeigen. Unter den reichsten Amerikanern sind sowieso mehr Unternehmer wie Bill Gates oder Mark Zuckerberg als Geschäftsführer. Ein unverhältnismäßig (&#8220;disproportionate&#8221;) großer und wachsender Anteil sind auch Leute die ihr Geld an der Wall Street verdienen. In den Top 0.1% sind mehr Investmentbanker als Geschäftsführer. Amerikas Top 25 Hedgefondsmanager machen mehr Geld als die CEOs aller S&amp;P500-Unternehmen zusammen.</p>
<p>Eine Studie meint, dass etwa ein Drittel bis die Hälfte der &#8220;Überbezahlung&#8221; an der Wall Street ungerechtfertigt ist (also nicht Produktivität sondern Monopolrenten wiederspiegelt). Dafür ist sowohl die implizite too-big-to-fail-Garantie (kommt jährlich auf etwa $30 Milliarden) als auch Lobbyismus (auf jeden Kongressabgeordneten kommen vier Lobbyisten der Finanzbranche) verantwortlich. Auch die auf 15% gesunkene Kapitalertragssteuer trägt ihren Teil zur steigenden Ungleichheit bei.</p>
<p>Amerikas steigende Ungleichheit hat auch politische Wurzeln. Seit einem Urteil des Supreme Courts 2010 können private Geldgeber und Unternehmer ohne Einschränkungen so viel Geld wie sie möchten an politische Bewegungen spenden. Das hat den Weg für die heutigen Super-PACs geebnet. Eine Analyse legt nahe: 80% der Gelder kommen von weniger als 200 Spendern. Es ist schwer zu glauben, dass diese Gelder keinen politischen Einfluss mit sich bringen.</p>
<h2><a href="http://www.economist.com/node/21564407">Makers and takers</a></h2>
<p>Im Gegenteil zu den meisten anderen reichen Ländern kommt ein größerer Teil der amerikanischen Steuereinnahmen aus progressiven Einkommenssteuern als aus regressiven Einkommenssteuern. Die vielen Schlupflöcher machen das Steuersystem aber weniger regressiv als es sein könnte.</p>
<p>Eine Studie zeigt, dass der Anteil des reichsten Prozent auf 21.6% der Steuereinnahmen fällt, wenn man alle Steuern einbezieht. Dieser Satz liegt nahe an ihrem Einkommen vor Steuern. Das ärmste Fünftel zahlt 2.1% der Steuern, das ist nicht recht viel niedriger als das entsprechende Einkommen vor Steuern. Das amerikanische Steuersystem teilt also so gut wie gar nicht um.</p>
<p>Ausnahmen im Steuersystem machen etwa $1.3 Billionen aus, das sind 8% des BIP. Die Ausnahmen umfassen etwa auch Zinszahlungen für Hypotheken bis zu einer Million Dollar. Die meisten Ausnahmen haben sich die Reichen erkämpft. Mehr als 6 von 10 Ausnahmen gehen an die Top 20%. Das untere Fünftel hingegen kommt auf nur 3% der Ausnahmen. <em>&#8220;Successful professionals do not see themselves as beneficiaries of government largesse, but the government in effect subsidises their big houses, expensive health care and retirement savings.&#8221;</em></p>
<p>Die USA geben vier Mal so viel dafür aus, Häuser der reichsten 20% zu subventionieren, als sozialen Wohnbau für die unteren 20%. In Summe gibt der Staat für das obere Fünftel mehr aus als für das untere Fünftel (tax expenditure + entitlements also v.a. Pensionen).</p>
<h2><a href="http://www.economist.com/node/21564408">Crony tigers, divided dragons</a></h2>
<p>In China gibt es keine offiziellen Statistiken zur Verteilung des Einkommens. Eine Studie legt aber nahe, dass sie seit 1978 von 0.3 auf mehr als 0.48 gestiegen ist. Damit entwickelt sich China anders als etwa Japan, Südkorea, Hongkong oder Taiwan, die hohe Wachstumsraten mit abnehmender Ungleichheit verbinden konnten. Auch Indiens und Indonesiens Gini ist in den letzten Jahren stark gestiegen.</p>
<p>Daran schuld ist sicher auch die Globalisierung, die überall auf der Welt die gut Ausgebildeten den Großteil des Kuchens überlässt. Mitschuldig ist aber auch die Politik. Die enge Verbindung von Staat und Wirtschaft führt zu Günstlingswirtschaft. Indien hat etwa im Vergleich zur Größe der Wirtschaft die zweitmeisten Milliardäre nach Russland. Dort sind weiter mehr als 90% der Menschen informell beschäftigt.</p>
<p>Ungleichheit in China hängt noch immer mit dem alten System der Haushaltsregistrierung zusammen. Früher wurde so versichert, dass die Bauern nicht alle in die Städte ziehen, um die chinesischen Pläne der nachholenden Industrialisierung nicht zu gefährden. Heute gibt es das so nicht mehr, Einschränkungen für die (ehemalige) Landbevölkerung gibt es aber trotzdem noch. Das trägt zur steigenden Ungleichheit zwischen Stadt und Land bei.</p>
<p>Die Politik in vielen asiatischen Ländern versucht in den letzten Jahren, das Problem Ungleichheit anzugehen. In China hat mittlerweile fast jeder eine Krankenversicherung, der Mindestlohn ist im letzten Jahr im Schnitt um 17% gestiegen.  Eine chinesische Forschungsinstitution meint, dass die wachsende Ungleichheit die Wachstumsaussichten schwächt. Geht es mit der Günstlingswirtschaft so weiter, könnten sich die dynamischen, asiatischen Volkswirtschaften bald in starre Oligarchien wandeln.</p>
<h2><a href="http://www.economist.com/node/21564411">Gini back in the bottle </a></h2>
<p>In den meisten Ländern Südamerikas ist zwischen 2000 und 2010 der Gini-Koeffizient zurückgegangen. Im Schnitt von 0.54 auf 0.5. Während Lateinamerikas Wirtschaft in den letzten 10 Jahren nur halb so schnell gewachsen ist wie der Schnitt der Schwellenländer, ist die Armutsrate um 30% gefallen. Etwa ein Drittel dieses Effekts ist auf Verbesserungen in der Einkommensverteilung zurückzuführen.</p>
<p>Ein weiterer Grund ist die progressivere Verteilung der Bildungsausgaben. Ist früher das meiste Geld in Universitäten geflossen und hat so den sowieso schon privilegierten geholfen, floss in den letzten Jahren viel in die unteren Schulstufen.</p>
<h2><a href="http://www.economist.com/node/21564412">Sweden: The new model</a></h2>
<p>Schweden, das gleichste Land der Welt, wird ungleicher. Der Gini-Koeffizient beträgt 0.24 (Schnitt weltweit: 0.31) und ist damit ein Viertel höher als noch eine Generation zuvor. Ohne Umverteilung steht Schweden bei 0.37. Die Einkommen am Markt sind damit ungleicher verteilt als etwa in der Schweiz.</p>
<p>In den letzten zwei Jahrzehnten hat Schweden viele Sozialleistungen gekürzt und gestrichen und gleichzeitig die Steuern gesenkt. Öffentliche Leistungen gibt es weiterhin in üppigem Ausmaß. Man gibt sich Mühe, diese so effizient wie möglich zu betreiben. Schulen sind autonom, in Gesundheitssystem wird &#8220;Public Management&#8221; (betriebswirtschaftliche Methoden) immer beliebter.</p>
<h2><a href="http://www.economist.com/node/21564421">Having your cake</a></h2>
<p>Mehr Gleichheit gibt es nur auf Kosten von Effizienz. So zumindest der weit verbreitete Glaube. Manchmal ist aber genau das Gegenteil der Fall: Ungleichheit hindert Wachstum und so Effizienz. In Ländern mit wenigen öffentlichen Leistungen und dezentral finanzierter Bildung führt Einkommensungleichheit auch zu Chancenungleichheit.</p>
<p>Eine Studie legt nahe, dass in Ländern mit höherer Ungleichheit die soziale Mobilität zwischen den Generationen niedrigerer ist. In nachfolgender Grafik wird das verdeutlicht.</p>
<div id="attachment_2312" class="wp-caption alignnone" style="width: 605px"><img class="size-full wp-image-2312" title="20121013_SRC004" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/10/20121013_SRC004.png" alt="" width="595" height="287" /><p class="wp-caption-text">Quelle: The Economist</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schweden zeigt, dass es nicht so sein muss. Finanziert man öffentliche Leistungen progressiv und bietet sie in großem Ausmaß an, muss auch mit steigender Einkommensungleichheit die Chancengleichheit nicht zurückgehen.</p>
<h2><a href="http://www.economist.com/node/21564410">Policy prescriptions: A True Progressivism</a></h2>
<p>Zum Schluss leitet der Economist aus seiner Analyse Empfehlungen für die Politik ab. Sie müsse die Günstlingswirtschaft und Privilegien bekämpfen und für mehr Wettbewerb sorgen. Weiters sind progressiv finanzierte Sozialausgaben wichtig, die aber gezielt für ärmere ausgegeben werden müssen. In vielen Schwellenländern wird mit der Gießkanne über Bereiche wie Energie subventioniert.</p>
<p>Vor allem die USA muss mehr für schlecht ausgebildete Menschen ausgeben. Höhere Steuern auf Eigentum sind genauso wie kluge Erbschaftssteuern Möglichkeiten, für eine Gesellschaft mit fairer verteilten Chancen.</p>
<p>Titelbild © Ich-und-Du / <a href="http://www.pixelio.de/">PIXELIO</a></p>
<div></div>
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		</item>
		<item>
		<title>EU baut sich neues Werkzeug zur Euro-Rettung</title>
		<link>http://zuwi.at/themen/eurokrise/eu-baut-sich-neues-werkzeug-zur-euro-rettung/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jun 2012 17:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eurokrise]]></category>
		<category><![CDATA[brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[esm]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
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		<description><![CDATA[Die EU-Granden haben sich in Brüssel getroffen. Ein Kuhhandel zwischen Italien, Spanien und Deutschland bringt so einiges Neues. Ein Überblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2250" title="EU" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/142907_original_R_K_B_by_Matthias-Koranzki_pixelio.de_.jpg" alt="" width="620" height="295" /></p>
<p>Europas politische Elite hat sich wieder einmal getroffen um das Stückwerk &#8220;Europäische Währungsunion&#8221; zu flicken. Dabei ist durchaus Überraschendes zustande gekommen: Vor allem auf Druck der italienisch-spanischen Achse hat Angela Merkel in wichtigen Punkten nachgegeben.</p>
<p>Die Einschränkung der Auflagen bei Inanspruchnahme von EU-Hilfe und der direkte Aufkauf von Anleihen durch den ESM gelten als deutsches Zugeständnis. Im Gegenzug haben die Südländer dem zuvor blockierten 130 Milliarden schweren „Konjunkturprogramm“ zugestimmt, das allerdings nicht viel mehr als Kosmetik sein dürfte.</p>
<h2>Die (geplanten) Neuerungen Punkt für Punkt</h2>
<ul>
<li>Es soll eine gemeinsame Bankenaufsicht &#8211; mit Beteiligung der EZB &#8211; geschaffen werden. Die Kommission soll dazu bald detailliertere Vorschläge präsentieren.</li>
<ul>
<li>Großbritannien hat damit grundsätzlich kein Problem, solange die Aufsicht nur die Euroländer betrifft. Mit London würde der wichtigste Finanzplatz der Union aber eben nicht unter die gemeinsame Aufsicht fallen.</li>
<li>Bei der EZB wird ein <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/nach-dem-gipfelbeschluss-ezb-ringt-um-rolle-in-der-bankenaufsicht-11804158.html">Interessenskonflikt zwischen Geldpolitik und Bankenaufsicht</a> befürchtet.</li>
<li>Die gemeinsame Aufsicht wird weithin als Schritt hin zur Bankenunion gesehen, der bald eine gemeinsame Einlagensicherung folgen soll.</li>
</ul>
<li>Sobald die einheitliche Bankenaufsicht da ist, soll der ESM auch direkt Banken rekapitalisieren können. Voraussetzung dafür soll aber eine Vereinbarung mit dem betroffenen Land und <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/euro-gipfel-banken-duerfen-sich-beim-rettungsfonds-bedienen/6813286.html">laut Van Rompuy „angemessene Konditionen“ sein</a>.</li>
<ul>
<li>Kredite für Banken werden dann nicht mehr als Staatsschuld gezählt. Es haftet also z.B. nicht mehr der spanische Staat, sondern das ganze Eurosystem verstreut für die Kredite. Das soll Länder mit kaputtem Banksektor wie Spanien oder Irland davor schützen, in den Teufelskreis von höheren Zinsen und mehr und mehr Schulden zu geraten.</li>
<li>Die Gelder können nicht nur mit Auflagen an die betroffene Bank, sondern auch an den Finanzsektor des betroffenen Landes verbunden sein. Hier muss aber wieder die Regierung eingebunden werden.</li>
</ul>
<li>Staaten die sich an die Maastricht-Kriterien gehalten haben, müssen sich bei Inanspruchnahme von ESM-Geldern an keine Vorgaben der Troika halten, sondern nur – verbindlich – an die Empfehlungen der Kommission.</li>
<ul>
<li>Mir unklar: Ein Land mit einer Schuldenquote von unter 60% wird kaum ESM-Gelder brauchen. Wie diese Regelung genau zu interpretieren ist, muss sich erst zeigen.</li>
<li>Vielleicht verstehe ich diesen Teil aber auch falsch, das Handelsblatt spricht von &#8221;<a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/euro-gipfel-banken-duerfen-sich-beim-rettungsfonds-bedienen-seite-all/6813286-all.html">vereinbarten Regeln zu Schulden und Haushalt</a>&#8220;, die einzuhalten sind, ohne dass die Troika eingeschaltet wird. Ob diese &#8220;vereinbarten Regeln&#8221; die Maastricht-Kriterien sind, weiß ich nicht.</li>
</ul>
<li>Die spanischen EFSF-Kredite haben keine Priorität („seniority“) bei einer Insolvenz mehr. Man hat – nicht ganz zu Unrecht – befürchtet, dass das die Investoren vom Kauf von Staatsanleihen abhält und so die Zinsen auf Anleihen nur noch weiter in die Höhe treibt.</li>
<ul>
<li>Das gilt vorerst einmal nur für die Spanien-Gelder. Es wird aber erwartet, dass sich diese Regelung auch auf die ESM-Kredite ausweiten dürfte. Ein deutliches Zugeständnis an die Finanzmärkte.</li>
</ul>
<li>Monti hat gesagt, dass man mit den Vereinbarungen den Weg für Eurobonds gelegt habe. Kurz darauf folgte aber bereits das deutsche Dementi. In <a href="http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/ec/131359.pdf">der veröffentlichten Erklärung</a> kommt das Wort &#8220;Eurobonds&#8221; nicht vor.</li>
<li>Erstmals ist auch der Kauf von Staatsanleihen durch den ESM am Primärmarkt denkbar (d.h. der ESM würde direkt bei der Ausgabe von Anleihen mitbieten).</li>
<ul>
<li>Wenn der ESM die EZB als &#8220;Drücker von Anleihe-Renditen&#8221; ablösen soll, ist das auch eine notwendige Maßnahme. Die EZB hat dafür nämlich in der Vergangenheit einiges an Geld gebraucht, <a href="http://www.querschuesse.de/smp-programme-bei-216817-mrd-euro/">im Jänner waren es bereits über 200 Milliarden Euro</a>.</li>
<li>Der Kauf von Staatsanleihen durch den ESM soll über die EZB ablaufen. Sie agiert aber nur als Händler, nicht als Finanzier.</li>
<li>Werden Staatsanleihen eines Eurolandes aufgekauft, soll sich nicht automatisch die Troika einschalten. Das entsprechende Land muss sich nur an die Vorgaben der Kommission halten.</li>
</ul>
</ul>
<h2>Quellen</h2>
<p><a href="http://orf.at/stories/2128356/">orf.at</a>, <a href="http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/ec/131359.pdf">Euro Area Summit Statement</a>, <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/euro-gipfel-banken-duerfen-sich-beim-rettungsfonds-bedienen/6813286.html">Handelsblatt</a>, <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:rettungsfonds-esm-gipfeltreffen-beschliesst-bankenunion-im-schnellverfahren/70056514.html">FTD</a>, <a href="http://www.cnbc.com/id/48012952">CNBC</a>, <a href="http://www.ft.com/intl/cms/s/0/5513d3d4-c19f-11e1-8eca-00144feabdc0.html#axzz1zC9MK2kJ">Financial Times</a>, <a href="http://www.guardian.co.uk/business/2012/jun/29/eurozone-bank-bailout-spain-italy">The Guardian</a>, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/nach-dem-gipfelbeschluss-ezb-ringt-um-rolle-in-der-bankenaufsicht-11804158.html">FAZ </a></p>
<h2>Erste Kommentare zu den Neuerungen</h2>
<ul>
<li>&#8220;<a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-zum-eu-gipfel-die-machtbalance-in-europa-hat-sich-geaendert/6816216.html">Die Machtbalance in Europa hat sich geändert</a>&#8221; &#8211; Handelsblatt</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.cnbc.com/id/48008281/">Financial ‘Armageddon’ Will Happen Despite EU Deal: Rogers</a>&#8221; &#8211; CNBC</li>
<li>&#8220;<a href="http://www.wiwo.de/politik/europa/eu-gipfel-spanien-und-italien-erpressen-bundeskanzlerin-merkel/6813622.html">Spanien und Italien erpressen Bundeskanzlerin Merkel</a>&#8221; &#8211; Wirtschaftswoche</li>
</ul>
<div></div>
<p>Bild  © Matthias Koranzki / <a href="http://www.pixelio.de/">PIXELIO</a></p>
<div></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Eurokrise: Zinsen-Party im Zentrum Europas</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jun 2012 10:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Staatsanleihen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Geld, das den Krisenstaaten fehlt, findet sich im deutschsprachigen Kerneuropa  wider. Die Renditen auf Staatsanleihen sind niedrig wie nie zuvor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unsicheren Zeiten wie diesen flüchtet das Geld gerne in sichere Häfen. Zwei davon liegen im Kern Europas: Deutschland und Schweiz. Im Zentrum eines Kontinents voller Probleme scheint die Krise dort nicht ankommen zu wollen. So wurde die Wachstumserwartung für die Schweiz erst <a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/home/international/wirtschaftspolitik/experten-schrauben-schweizer-bip-prognose-nach-oben-520833/index.do">vor kurzem kräftig nach oben geschraubt</a>.</p>
<p>Das drückt sich auch in der Rendite für 10-jährige Staatsanleihen aus. Während Länder wie Spanien an den hohen Zinsen zu ersticken drohen, können sich die deutschsprachigen Stabilitätshorte &#8211; ja, auch Österreich &#8211; immer billiger refinanzieren.</p>
<div id="attachment_2227" class="wp-caption alignnone" style="width: 630px"><img class="size-full wp-image-2227" title="Langfristige Rendite Staatsanleihen" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/vgl1.png" alt="" width="620" height="412" /><p class="wp-caption-text">Quelle: Bloomberg</p></div>
<p>Die Grafik zeigt die prozentuelle Veränderung der Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen seit Juni 2007, also mit Beginn vor 5 Jahren. Spanien findet sich oben in rot, Österreich in hellem orange, Deutschland in grün und die Schweiz ganz unten in dunklerem orange.</p>
<p>Die Schweizer Anleihen werden mit einem halben Prozent Rendite über 10 Jahre gehandelt. Sie ist damit seit Juni 2007 um über 80% (!) eingebrochen. Dagegen wirkt Deutschland &#8211; mit einer Rendite von gut 1,4% &#8211; wie kurz vor dem Staatsbankrott.</p>
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		<title>Zukunft ohne Hunger &#8211; LIVE</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 08:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Milliarde Menschen leiden an Hunger. Zeit das zu ändern und Zeit, darüber zu sprechen. Dank Caritas wird das dieses Wochenende in Wien getan. Wir berichten live.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>17:06</p></blockquote>
<p><strong>Grimm</strong> beendet den Kongress für heute und weist noch auf die Heilige Messe ab 18 Uhr im Stephansdom hin, die von <strong>Kardinal Schönborn</strong> geführt werden wird.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2204" title="Grimm" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/8.jpg" alt="" width="620" height="313" /></p>
<blockquote><p>17:02</p></blockquote>
<p>&#8220;Trade is part of development. To develop a certain region we have to think in a more comprehensive and hollistic way. It just works if we provide infrastructure and alternative jobs. Just then it will work&#8221;, sagt <strong>Fischler</strong>.</p>
<blockquote><p>16:58</p></blockquote>
<p>Wir importieren viele Kartoffel aus Ägypten, weil man die dort sehr früh ernten kann. Die EU-Standards verunmöglichen das teilweise, weil die Kartoffeln natürlich nicht genau den geforderten Kriterien entsprechen, erzählt <strong>Fischler</strong>. Standards seien nicht per se schlecht, man könne sie aber eben auch leicht missbrauchen.</p>
<blockquote><p>16:49</p></blockquote>
<p>&#8220;Die Supermarkt-Kartelle versuchen den Bananenpreis zu drücken&#8221;, sagt <strong>Nkonu</strong>. &#8220;Wir brauchen Solidarität unter den Konsumenten, aus Rücksicht auf die Bauern&#8221;.</p>
<blockquote><p>16:42</p></blockquote>
<p><strong>Fischler</strong> führt weiters an: &#8220;In Österreich verkaufen drei Firmen 90% der Nahrungsmittel, die konsumiert werden&#8221;. Wir würden uns fragen müssen, in welchem Ausmaß wir solche Konzentrationen zulassen wollen. Die Regulierung sei hier in Europa viel zu lasch, man könne mit einem Marktanteil von 30% als einzelnes Unternehmen ohne jegliche Probleme agieren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2193" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/7+1.jpg" alt="" width="620" height="379" /></p>
<blockquote><p>16:37</p></blockquote>
<p>&#8220;Wir sitzen hier hinter den Lautsprechern und verstehen von Ihren Fragen gar nichts&#8221;, sagt <strong>Fischler</strong> und antwortet trotzdem. In Zukunft werde es keinen Regulierungen mehr in der EU geben, was die landwirtschaftliche Produktion betreffe. Jeder könne dann herstellen, was er möchte.</p>
<blockquote><p>16:33</p></blockquote>
<p><strong>Grimm</strong> holt das Publikum in die Debatte.</p>
<blockquote><p>16:32</p></blockquote>
<p>&#8220;We need to look on how we can invest in agriculture&#8221;, sagt <strong>Nkonu</strong>.</p>
<blockquote><p>16:27</p></blockquote>
<p>&#8220;In reality the trade of water is just a tiny percentage of global water resources&#8221;, reagiert <strong>Fischler</strong>. Der Fokus gehöre auf den Wasserverbrauch gelegt. Die Landwirtschaft verbrauche 70% des Wassers, wenn man hier effizienter arbeitete, könne man viel erreichen.</p>
<blockquote><p>16:26</p></blockquote>
<p>&#8220;We need to trade water&#8221;, meint <strong>Knaut</strong>. Es gehe um Zugang zu Wasser. &#8220;What we should do is give everybody on the world access to water&#8221;. Wasser sollte man nicht sozialisieren und die Regierungen austeilen lassen. Der Markt könne die Verteilung am effektivsten regeln.</p>
<blockquote><p>16:24</p></blockquote>
<p><strong>Sarbu-Simonyi</strong> fordert: &#8220;WTO out of agriculture&#8221;</p>
<blockquote><p>16:21</p></blockquote>
<p>Man könne nicht sagen, Handel sei gut oder schlecht: &#8220;It depends on which trade we mean&#8221;, sagt <strong>Sarbu-Simonyi.  Grimm </strong>meint: &#8220;Wir sind uns also alle einig, dass die Regeln im Welthandel alles andere als perfekt sind&#8221;</p>
<blockquote><p>16:16</p></blockquote>
<p>&#8220;The scientific institute of the Brazilian government has an annual budget of 1 billion dollars. The whole European Union has a plan now to spend in the coming seven years for whole Europe 7 billion, to develop the European agricultural sector&#8221;, sagt <strong>Fischler</strong>. Die Brasilianer zeigen vor, wohin der Weg gehen müsse.</p>
<blockquote><p>16:13</p></blockquote>
<p><strong>Fischler</strong> merkt an: Für Rohkaffee gibt es kaum Zölle, für gerösteten hohe. Das sei unfair und falsch und Symbol für die globale Handelspolitik.</p>
<blockquote><p>16:10</p></blockquote>
<p><strong>Nkonu</strong> spricht die Bedeutung von Transaktionskosten an. Wenn man von A nach B 10x stoppen müsse, warum auch immer, dann macht es schlicht und einfach wenig Sinn für A, mit B zu handeln.</p>
<blockquote><p>15:59</p></blockquote>
<p>&#8220;It&#8217;s local farmers against big money&#8221;, meint <strong>Sarbu-Simonyi</strong>. <strong>Grimm</strong> leitet die Kritik an <strong>Knaut</strong> weiter: Der meint, die Notwendigkeit die kleinen Bauern auf die Weltmärkte zu bringen sei &#8220;a matter of fact&#8221;. &#8220;Global trade is nothing when you have no local roots&#8221;, versucht <strong>Knaut</strong> zu beschwichtigen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2169" title="Knaut" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/6.jpg" alt="" width="620" height="287" /></p>
<blockquote><p>15:55</p></blockquote>
<p><strong>Sarbu-Simonyi </strong>kritisiert<strong> Knaut: </strong>Die Leute würden seit tausenden von Jahren ihren Job machen und bräuchten jetzt nicht die Hilfe von einem Konzern wie Danone, um ihre Arbeit zu erledigen.</p>
<blockquote><p>15:51</p></blockquote>
<p>&#8220;We try to enable local social businesses, businesses which are not running for profit, they target a special need for example a very cheap yoghurt. We give them money, know-how and expierence in marketing&#8221;, führt <strong>Knaut</strong> weiter aus.</p>
<blockquote><p>15:48</p></blockquote>
<p>Grimm gibt das Wort weiter an Danone-Mann <strong>Knaut.</strong> Der stimmt <strong>Nkonu</strong> zu. &#8220;When you produce yoghurt, you need to produce it locally. So you need the local farmers to deliver it&#8221;. Das würde eine Interessensharmonie darstellen: Als Danone wollen sie die Bauern in den Markt holen und ihnen auf die Beine helfen.</p>
<blockquote><p>15:44</p></blockquote>
<p><strong>Nkonu</strong>: &#8220;The key is not aid, it&#8217;s opportunity&#8221;.</p>
<blockquote><p>15:41</p></blockquote>
<p><strong>Fischler</strong> meint, man solle sich nicht nur auf die Verhandlungen in Doha verlassen. Es gäbe viele andere Wege, Handelsbarrieren abzubauen. Die WTO würde nicht vorschreiben, man müsse mit den Verhandlungen auf Doha warten. Man könne das auch von sich aus machen. &#8220;We must just do it&#8221;, schließt er.</p>
<blockquote><p>15:37</p></blockquote>
<p><strong>Grimm</strong> lenkt die Debatte auf die Auswirkungen von Handel auf Entwicklung. Gut oder schlecht? <strong>Fischler</strong> ist am Wort: &#8220;Es ist komplexer als das&#8221;.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2161" title="Grimm" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/5.jpg" alt="" width="620" height="296" /></p>
<blockquote><p>15:35</p></blockquote>
<p>Die nächste Podiumsdiskussion beginnt: &#8220;Agrarhandel &#8211; die Auswirkungen der Globalisierung&#8221;. Es diskutieren <strong>Franz Fischler</strong>, ehemaliger EU-Kommissar für Landwirtschaft, <strong>Michael Nkonu</strong>, Geschäftsführer von Fair Trade Afrika, <strong>Borbála Sarbu-Simonyi</strong>, Koordinatorin der Association for Food Souvereignity und <strong>Andreas Knaut</strong>, der CSR-Direktor von Danone Central Europe. Die Diskussion leitet <strong>Oliver Grimm</strong> von der &#8220;Presse&#8221;.</p>
<blockquote><p>15:05</p></blockquote>
<p>Die Diskussion ist zu Ende. Weiter geht&#8217;s um 15.30, bis dahin: Kaffee!</p>
<blockquote><p>15:00</p></blockquote>
<p><strong>Föderl-Schmid</strong> fordert die Diskutanten zu kurzen Schlussstatements auf. &#8220;We have to stop knowing, me must start doing&#8221;, sagt <strong>Hauser</strong>. <strong>Tine</strong> wünscht sich, dass &#8220;wir alle landen können&#8221;. Er hofft, dass alle Menschen auf der Welt Schwestern und Brüder werden.</p>
<blockquote><p>14:51</p></blockquote>
<p>Eine weitere Anmerkung aus dem Publikum: Wir sollten beginnen, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und uns nicht immer auf die Politiker verlassen. Er meint außerdem: &#8220;Hätte Bangladesh vor 5 Jahren auf die Weltbank gehört, dann gäbe es heute keinen Hunger mehr&#8221;</p>
<blockquote><p>14:49</p></blockquote>
<p><strong>Tine</strong> kritisiert, afrikanische Bauern würden keine Subventionen erhalten während amerikanische oder europäische Bauern mit Subventionen vollgestopft seien. So würden sie im Wettbewerb niemals bestehen können.</p>
<blockquote><p>14:39</p></blockquote>
<p><strong>Ponti</strong> antwortet: Es sei immer eine Frage des Willens.</p>
<blockquote><p>14:37</p></blockquote>
<p>Das Podium öffnet sich dem Publikum, ein<strong> Mitarbeiter der Caritas</strong> ergreift das Wort: Er habe im Ö1-Morgenjournal heute gehört, dass &#8220;<a href="http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/762435/7-Milliarden-Dollar-noetig-um-Hungerproblem-zu-loesen?_vl_backlink=/home/panorama/oesterreich/index.do" target="_blank">7 Milliarden Dollar ausreichend seien</a>, um den Hunger in Afrika auszulöschen&#8221; und will wissen, warum das Geld nicht einfach aufgetrieben würde.</p>
<blockquote><p>14:35</p></blockquote>
<p><strong>Hauser</strong> betont, Afrika müsse sich endlich unabhängig von &#8220;uns&#8221; machen, und meint damit den Westen. <strong>Föderl-Schmid </strong>fragt: &#8220;Was können wir hier, in Österreich, tun?&#8221;. <strong>Tine</strong> meint: &#8220;Wir müssen eine Weltkultur aufbauen, damit alle Menschen anerkennen, dass alle Menschen Menschen sind&#8221;.</p>
<blockquote><p>14:33</p></blockquote>
<p>&#8220;In ein paar Jahren werden wir es schaffen und Afrika entwickeln. 15 Jahre sind eine Illusion, aber yes we can&#8221;, verbreitet <strong>Tine</strong> Optimismus.</p>
<blockquote><p>14:28</p></blockquote>
<p>Alle Diskutanten sitzen wieder, <strong>Föderl-Schmid</strong> führt die Diskussion.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2148" title="Diskussion" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/6011876.jpg" alt="" width="620" height="277" /></p>
<blockquote><p>14:24</p></blockquote>
<p>Was soll nach den MDGs kommen? Die MSGs, die Millenium Sustainability Goals, meint <strong>Hauser</strong>. Er endet seine Ansprache mit: &#8220;Business as usual is no longer an option&#8221;.</p>
<blockquote><p>14:18</p></blockquote>
<p><strong>Hauser</strong> betont die Wichtigkeit von gesicherten Eigentumsrechten. Wenn das Land nicht sicher mir gehöre, dann investiere ich auch nicht. Für dieses Phänomen gäbe es genug Evidenz.</p>
<blockquote><p>14:15</p></blockquote>
<p>Während sich die Produktivität in der Landwirtschaft in den Industrieländern seit 1960 mehr als verdoppelt habe, stagniert sie in Subsahara-Afrika.</p>
<blockquote><p>14:13</p></blockquote>
<p>Er fragt sich: Haben die MDGs genug Wert auf Landwirtschaft gelegt? <strong>Hauser</strong> meint: nein! Die kleinen Bauernhöfe würden meist Frauen führen, deshalb seien sich auch überdurchschnittlich von Armut betroffen.</p>
<blockquote><p>14:10</p></blockquote>
<p>In Afrika kommen 80-90% der Nahrungsmittel von Kleinbauern. 50% der Unterernährten dieser Welt würden auf kleinen Bauernhöfen leben. Das sei etwas, über das wir uns Sorgen machen müssten.</p>
<blockquote><p>14:05</p></blockquote>
<p>Jetzt am Pult: <strong>Michael Hauser</strong>, Leiter <a href="http://www.boku.ac.at/cdr.html">des Centre for Development Research</a> der BOKU. Er merkt an, wir würden seit 40 Jahren die selben Dinge diskutieren: Ressourcen, Wohlstand, Armut. Er will seine Rede den Kleinbauern widmen, denn an ihnen, so Hauser, führe kein Weg vorbei. Ihnen solle die Aufmerksamkeit gewidmet werden.</p>
<blockquote><p>14:00</p></blockquote>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Hunger und Malaria sorgen in Afrika immer noch für vermeidbare Todesfälle, berichtet Caritas Senegal Sekretär Tine <a href="https://twitter.com/search/%2523zoh">#zoh</a> <a href="https://twitter.com/search/%2523caritas">#caritas</a></p>
<p>— Caritas Vienna (@CaritasVienna) <a href="https://twitter.com/CaritasVienna/status/208528477073309696" data-datetime="2012-06-01T12:00:37+00:00">Juni 1, 2012</a></p></blockquote>
<blockquote><p> 13:56</p></blockquote>
<p>In der Sahelzone seien heute viele Menschen, die Hunger haben. Das mache die auch aggressiv, teilweise müssen sie sich prostituieren, um der Familie Essen bieten zu können. Die Menschen müssen Erniedrigung erdulden, weil man für das tägliche Brot die Hand aufhalten müsse. Obwohl das ein Menschenrecht sei, sagt <strong>Tine</strong>.</p>
<blockquote><p>13:54</p></blockquote>
<p>Nun am Wort: <strong>Abbé Ambroise Tine</strong>, von Caritas Senegal. Er erzählt, was der Hunger konkret für die Betroffenen heißt: &#8220;Sich in einer unmenschlichen Bedrohungssituation ungeachtet der Menschenwürde befinden. Den ganzen Tag ohne jegliche Mahlzeit verbringen und hungrig Abends ins Bett gehen&#8221;.</p>
<blockquote><p>13:48</p></blockquote>
<p>Sie stellt fest: Die hohen Lebensmittelpreise werden auf diesem Niveau bleiben. Das sei keine temporäre Krise. In der langen Frist seien hohe Lebensmittelpreise auch eine Chance für die Landwirtschaft. Deshalb müsse man genau hier investieren, der Fokus gehöre auf die Angebotsseite.</p>
<blockquote><p>13:41</p></blockquote>
<p>Die Millenium Development Goals (MDG) seien nicht die einzige Möglichkeit, Fortschritt zu messen, sagt <strong>Ponti</strong>. Organisationen wie die OECD hätten andere Wohlstandsindikatoren entwickelt.</p>
<blockquote><p>13:37</p></blockquote>
<p><strong>Ponti</strong> startet mit einer kurzen Rede und geht zurück in das Jahr 2000. &#8220;There was a great sense of optimism, possibility. Yes we can, we can change the world&#8221;. Sie definiert Armut und sieht einen breiten Konsens, dass Armut mehr als nur das Fehlen von Geld ist. Es geht auch um Partizipationsmöglichkeiten.</p>
<blockquote><p>13:31</p></blockquote>
<p>Jetzt finden parallel zwei Podiumsdiskussionen statt. Wir berichten vom Podiumsgespräch 2: &#8220;Die Milleniumsentwicklungsziele und die Vision einer Welt ohne Hunger&#8221;. Es diskutieren: <strong>Marina Ponti</strong>, Europa-Direktorin der UN-Millenniumskampagne, <strong>Michael Hauser</strong>, Leiter des Centre for Development Research und <strong>Abbé Ambroise Tine</strong>, Generalsekretär von Caritas Senegal. Durch die Diskussion führt <strong>Alexandra Föderl-Schmid</strong>, Chefredakteurin des Standard.</p>
<p><img title="Föderl-Schmidt" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/6011878.jpg" alt="" width="620" height="392" /></p>
<blockquote><p>12:51</p></blockquote>
<p>Auf unserer Facebook-Seite findet ihr <a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.429653550402029.99166.128181200549267&amp;type=3&amp;l=ccba2fd113">Fotos vom Kongress</a>.</p>
<blockquote><p>11:46</p></blockquote>
<p>Mittagspause bis 13.30 Uhr! <strong>Corinna Milborn</strong> verabschiedet sich für heute. Souveräne Moderationsleistung der stv. Chefredakteurin von NEWS.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2127" title="Milborn" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/6011841.jpg" alt="" width="620" height="381" /></p>
<blockquote><p>11:43</p></blockquote>
<p>&#8220;Act early, target the most vulnerable so that fewer kids suffer under the implications of malnutrition&#8221;. Sie sagt, sie sei ein geborener Optimist, aber alleine könne sie das Problem nicht lösen. Tosender Applaus nach ihrem Abgang, die bis jetzt leidenschaftlichste Rede am Kongress.</p>
<blockquote><p>11:38</p></blockquote>
<p><strong>Georgieva</strong> will vor allem Frauen in armen Ländern unterstützten. Sie habe ein Projekt in Niger besucht, wo etwa 30€ an die Frauen eines Dorfes ausgegeben wurden. Sie ging zu einem der Männer und fragte ihn, wie er das finde, dass den Frauen und nicht den Männern das Geld gegeben werde. Er meinte: Das sei nicht blöd, er hätte wahrscheinlich bloß ein Fahrrad um das Geld gekauft und die Familie würde noch immer Hunger leiden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2114" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/3.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<blockquote><p>11:29</p></blockquote>
<p>Jetzt gezwungenermaßen Twitter-Pause für <strong>Georgieva</strong>: Sie spricht am Pult und ist st0lz sagen zu können, dass es in der EU in die richtige Richtung geht. Beim Erdbeben in Italien hätte die EU sofort 3,8 Milliarden aufgebracht.</p>
<blockquote><p>11:21</p></blockquote>
<p>Um die Spekulation auf Lebensmittel einzudämmen, müsse man eine Finanztransaktionssteuer einführen. Das Publikum applaudiert. Wir müssten außerdem die Forschung ausbauen und private Mittel lukrieren.</p>
<blockquote><p>11:19</p></blockquote>
<p>Wir brauchen langfristige, strukturelle Reformen, liest <strong>Tecle</strong>. &#8220;We need to improve global governance and fair trade&#8221;. Er freut sich, dass afrikanische Staatsoberhäupte zum G8-Treffen in Camp David eingeladen worden sind. Diese Zusammenarbeit müsse man intensivieren.</p>
<blockquote><p>11:15</p></blockquote>
<p><strong>Tecle</strong> spricht die Gefahr, die aus dem Klimawandel resultiert, an: &#8220;Our collective failure to tackle climate change is disastrous&#8221;.  Auch er betont, dass genug Lebensmittel da wären. Niemand müsste Hunger leiden.</p>
<blockquote><p>11:09</p></blockquote>
<p><strong>Tesfai Tecle </strong>vertritt jetzt Kofi Annan, der derzeit in Syrien verweilt, und verliest dessen bereits vorbereitete Rede. Während die sinkenden Lebensmittelpreise in vergangenen Jahren die Armut verringert hätten,  erleben wir heute genau das Gegenteil, sagt Tecle. &#8220;If mothers don&#8217;t eat properly, the health of their unborn children can be harmed&#8221;. Das Resultat seien mangelnde Partizipationsmöglichkeiten in der Gesellschaft und niedrige Produktivität.</p>
<blockquote><p>11:07</p></blockquote>
<p>Eine <strong>Studentin</strong> meldet sich aus dem Publikum zu Wort und spricht die Regierung an, doch bitte etwas gegen die Abschaffung des Studiums der Internationalen Entwicklung zu tun.</p>
<blockquote><p>11:01</p></blockquote>
<p>Er ruft alle NGOs und Regierungen an, zu handeln. &#8220;Looking at this global scandal, leaving most one billion people without food. Fighting hunger today means making sure young people grow up to active and productive members of their societies&#8221;.</p>
<blockquote><p>10:55</p></blockquote>
<p>Hunger sei eine vermeidbare Tragödie, sagt <strong>Rodríguez Maradiaga</strong>, die man langfristig durch strukturelle Maßnahmen bekämpfen könne. Der Caritas-Präsident richtet seine Rede mehr philosophisch als konkret aus. In einem Jahrhundert des Wohlstands würden noch so viele Menschen mit Hunger leben. Er sei überaus besorgt über die aktuelle Lage in der Sahelzone.</p>
<blockquote><p>10:48</p></blockquote>
<p>Die erste Keynote-Speech des Kongresses führt <strong>Oscar Andrés Cardinal Rodríguez Maradiaga</strong>, Präsident von Caritas Internationalis. Er meint, die Gründe für Hunger sind keine materiellen Beschränkungen. &#8220;On earth food is needed to keep body and soul together&#8221;.</p>
<blockquote><p> 10:45</p></blockquote>
<p>Die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, Kristalina Georgieva (Bulgarien) sitzt in der ersten Reihe und twittert mit.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Strong support for Cardinal Schonborn&#8217;s appeal to Austrian govt not to cut Dev Aid &#8211; from Fed Pres Fischer too:&#8221;Very regrettable&#8221;<a href="https://twitter.com/search/%2523zoh">#zoh</a></p>
<p>— Kristalina Georgieva (@KGeorgievaEU) <a href="https://twitter.com/KGeorgievaEU/status/208480799522172928" data-datetime="2012-06-01T08:51:10+00:00">Juni 1, 2012</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>10:38</p></blockquote>
<p>Bundespräsident <strong>Heinz Fischer</strong> auf der Bühne. Er spricht von der Utopie einer Welt ohne Hunger. Dass die Utopie überhaupt existiert, mache es möglich, sie zu erreichen. &#8220;Auch wenn wir in Mitteleuropa die hungernden Menschen nicht unmittelbar wahrnehmen&#8221;, die Größenordnung des Problems müsse uns aber immer im Kopf bleiben. Auch im reichen Österreich gab es vor zwei Generationen noch Hunger, sagt Fischer und spricht damit die Zeit nach den Weltkriegen an. Wir hätten es dem Ausland zu verdanken, dass wir diese Zeit relativ gut überstanden haben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2097" title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="http://zuwi.at/wp-content/uploads/2012/06/6011852-Kopie.jpg" alt="" width="620" height="370" /></p>
<p>&#8220;Es wird nicht reichen, an einer einzigen Schraube zu drehen&#8221;. Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und jeder Einzelne seien zuständig. &#8220;Nur wenn wir alle gemeinsam Verantwortung übernehmen, wird es Erfolg geben&#8221;. Er bezeichnet die Kürzungen in der Entwicklungshilfe als außerordentlich schmerzlich an und will eine Koalition mit Schönborn bilden. &#8220;Bundespräsident und Kardinal, vielleicht können wir ja etwas bewegen&#8221;. Wieder Applaus im Publikum.</p>
<blockquote><p>10:31</p></blockquote>
<p><strong>Kardinal Schönborn</strong> jetzt am Pult. Er spricht die Dürre in Ostafrika an, wo heuer rund 2/3 der Ernte ausfallen würde. Bei uns sei das kein Thema, weil Essen kriege man ja im Supermarkt. &#8220;Hunger ist für viele von uns allzu oft ein allzu fernes Leid. Sahel bedeutet Ufer, oder Küste. Es ist die Küste der Sandwüste, des Sandozeans. Und diese Küste verschiebt sich dramatisch&#8221;. Es gehe ihm um die langfristigen Fragen, darum, was getan werden könne, dass Hunger keine Zukunft mehr habe. Er bittet für die Jahre 2012-14 die geplanten Kürzungen der bilateralen Entwicklungshilfe nicht durchzuführen. Tosender Applaus begleitet seinen Appell.</p>
<blockquote><p>10:26</p></blockquote>
<p>Please welcome on stage: <strong>Wolfgang Waldner. </strong>Längerfristig gehe es um Ernährungssicherheit, Selbstbestimmung und die Absicherung der Ernährungsmöglichkeit von besonders Gefährdeten. Er räumt der Landwirtschaft oberste Priorität bei. &#8220;Nur gemeinsam sind wir in der Lage Maßnahmen zu setzen, dass Hunger in dieser Welt bald keine Zukunft mehr hat&#8221;</p>
<blockquote><p>10:22</p></blockquote>
<p>UN-Mann <strong>Thomas Stelzer</strong> am Wort: &#8220;We still tolerate a billion people go to bed hungry&#8221;. Er kritisiert, dass die Länder in der Krise Banken mit Geld vollstopfen, für Entwicklungszusammenarbeit aber auf einmal kein Geld mehr da sei.</p>
<blockquote><p>10:18</p></blockquote>
<p>Jetzt <strong>Erny Gillen</strong>, Präsident von Caritas Europe. &#8220;We are going to address matters of social justice. We know about the peoples concerns and suffers&#8221;. Über 900 Millionen Menschen leiden an Hunger und die Caritas stünde vielen von ihnen bei: &#8220;Let us make a difference because the poor and hungry can&#8217;t wait for us&#8221;.</p>
<blockquote><p>10:15</p></blockquote>
<p><strong>Karl-Heinz-Töchterle</strong> am Wort. Er hebt die Bedeutung der Wissenschaft zur Lösung der globalen Probleme hervor. &#8220;Möge die Wissenschaft Ihnen wichtige Entscheidungsgrundlagen geben. Viel, viel Erfolg!&#8221;</p>
<blockquote><p>10:13</p></blockquote>
<p><strong>Corinna Milborn</strong> betritt die Bühne und eröffnet den Kongress: &#8220;Hunger has political, social and economical causes. It&#8217;s not a natural catastrophe&#8221;</p>
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		<title>Sparen oder Schulden: Was rettet Europa? #club2</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 22:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Sator</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaftsgezwitscher]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist der Sparkurs in Europa am Ende? Oder vielleicht sogar die EU selbst? Die Zusammenfassung des Club 2.]]></description>
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<p>Mit den Wahlen in Frankreich und Griechenland scheint die Sparpolitik in der EU abgewählt. Nur: kann und soll die Union ihren Kurs wirklich ändern? Darüber diskutierte eine &#8211; wieder einmal &#8211; recht laute Runde bei Peter Rabl im Club 2.</p>
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