Österreich, eine finanzielle Katastrophe in Bildern

5. Dezember 2010 Andreas Sator 2 Comments

Dass viele Staaten rund um den Globus hoch verschuldet sind, weiß mittlerweile jeder. Dass in der Eurozone einige Länder vor dem Bankrott stehen, auch. Alle die aufgrund dieser Umstände mit hämischem Grinsen und erhobenem Zeigefinger auf die verantwortungslosen Politiker und Menschen dieser Länder herabblicken, sei die Lage des österreichischen Haushalts ans Herz gelegt.

Noch ist es zwar noch nicht ganz um uns geschehen. Wir leiden aber trotzdem unter einer immensen Schuldenlast, an der auch künftige Generationen ihren Spaß haben werden. Wie schlimm es wirklich um uns steht, soll nachfolgend veranschaulicht werden.

Verschuldung 2009: ~ 185,1 Mrd. Euro.
Aktueller Stand: ~197,4 Mrd. Euro

Schuldenquote = Staatsschulden/BIP

Zinszahlungen 2009: ~7,4 Mrd. Euro

Nur um diese Zahlen in Relation zu setzen: Es wird seit Wochen wegen ein paar Millionchen  demonstriert. Zur selben Zeit gibt der Staat das Zigfache zur Begleichung fälliger Zinsen aus.

Als kleine Zusatzinfo eine Grafik die zeigt, wie der Staat “sein” Geld verwendet (Staatsausgaben im Jahr 2009 52,3% des BIP):

Quelle aller Daten ist Statistik Austria. Dort finden sich viele weitere Infos, unter anderem kann man erfahren, welche Gebietskörperschaft wieviel zum Defizit beiträgt oder sich eine detailliertere Aufgliederung der Staatsausgaben ansehen.

Auf verschiedenste Lösungen, wie man diese enorme Schuldenlast in Zukunft abbauen könnte, wird in den nächsten Monaten auf zuwi.at näher eingegangen. Stay tuned!

Bild “Kopf”: © Lucie Gerhardt / PIXELIO

Andreas Sator

Hat zuwi.at gegründet und studiert in Wien. Mehr von ihm gibt es laufend auf Twitter (folgen) und in ausführlicherer Form auf Facebook (abonnieren).


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Bail-Out, Bankrott, Euro, Griechenland, Irland, Pleite, Portugal, Schulden, Staaten, Staatsschulden Staatsschulden

2 Comments → “Österreich, eine finanzielle Katastrophe in Bildern”

  1. Anton B. 6 years ago  

    Ein heißes Thema – und sicher eine der wichtigsten Fragen die die Zukunft bereithält!

    Zum Kuchendiagramm: Für Deutschland hat sich wer die Mühe gemacht, die einzelnen Zahlungsströme der Staatsausgaben zu saldieren, und kommt zum Ergebnis, dass noch ein bedeutend größerer Anteil des Staatshaushalts (ca. 40 %) für Zinszahlungen aufgewendet werden muss. Wenn z.B. die maßgeblichen Institutionen des Gesundheitswesens (das blaue Tortenstück) stark verschuldet sind, dann ist ein Teil dieser 16 % ja wieder für Zinsen abzuzweigen. Und es geht noch weiter: Auch in jeder Medikamentenschachtel sind Zinsen, die der Hersteller für seine Kredite zahlen muss, eingepreist, die der Endkonsument (die Krankenkassen) bezahlen muss. Wenn man das konsequent saldiert, kommt man eben zu dem Ergebnis, dass bereits 40 % des Staatshaushalts für Zinsen ausgegeben werden.

    Hier der Link, falls es jemanden interessiert. Achtung, hässliches Layout!
    http://www.egon-w-kreutzer.de/Ressourcen/Per%20Saldo%202009.pdf

  2. gartenhof wohnungen 2 years ago  

    Piece of writing writing іs also a excitement, if
    you knoԝ ɑfter that you can write oг else
    іt іs difficult tօ write.

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