Die Welt wird ungleicher: Gründe und Auswege

19. November 2012 Andreas Sator 75 Comments

In den letzten 30 Jahren hat die Ungleichheit in den USA ein bedenkliches Ausmaß angenommen. Zu diesem Schluss kommt das britische Wochenmagazin The Economist. Die wirtschaftsliberale Zeitschrift hat den Gründen und Auswirkungen im vergangenen Oktober ein 24-seitiges Spezial gewidmet. Dabei werden nicht nur die USA betrachtet, sondern auch Lateinamerika, Asien oder Schweden. Das las sich so interessant, dass ich hier eine Zusammenfassung der für mich spannendsten Argumente wiedergeben möchte.

Achtung: Ab hier stammen die Inhalte komplett aus dem Economist. Aus Gründen der Leserlichkeit spare ich mir sowohl Zitate als auch den Konjunktiv. Die Titel der Artikel sind verlinkt. Bei Interesse können sie also selbst gelesen werden (ohne Abo kann man aber nur 5 pro Woche lesen).

For richer, for poorer

Seit 1980 hat sich der Anteil des Einkommens der Top 1% in den USA von 10 auf 20% verdoppelt. Das am besten verdienenste Prozent dieses Prozentes hat seinen Anteil sogar verfünffacht, von 1 auf 5% und verdient im Schnitt 24 Millionen Dollar.

Der Gini-Koeffizient von 0 bis 1 (1, einer verdient alles, 0, alle gleich viel) ist in dieser Zeit um 30 % gestiegen (auf 0.39). In Schweden ist er in dieser Zeit um ein Viertel gestiegen (auf 0.24), in China gleich um die Hälfte (auf 0.42). Einzig Lateinamerika stemmt sich gegen diesen Trend, dort ist in den letzten zehn Jahren die Einkommensungleichheit zurückgegangen.

Die globale Ungleichheit, also der Gini-Koeffizient zwischen den Ländern, fällt hingegen. Die armen Länder holen auf, die reichen Länder kämpfen mit ihren Wachstumsraten.

Quelle: The Economist

 

Die “U”-förmige Kuznets-Kurve schien sich bis 1980 empirisch zu bestätigen. Sie sagt aus, dass mit steigender Prosperität zuerst einmal die Ungleichheit zunimmt, mit der Zeit aber dann wieder abnimmt. Faktisch scheint sie “N”-Förmig zu verlaufen: Die Ungleichheit nimmt zu, ab und dann wieder zu (in den entwickelten Ländern eben seit etwa 30 Jahren).

As you were

Vor der Industriellen Revolution war das Einkommen pro Kopf in den 10 reichsten Ländern nur 6x so hoch wie das der 10 ärmsten. Die globale Ungleichheit war also gering. Dafür war sie in den einzelnen Ländern viel höher, es gab kaum soziale Mobilität und eine konstante elitäre Schicht. Als einzige Ausnahme gelten die 13 Kolonien Nordamerikas zur Zeit der amerikanischen Revolution, dort war das Einkommen gleicher verteilt als quasi überall sonst.

Die Industrielle Revolution trieb den Gini-Koeffizienten nach oben, aus globaler und nationaler Sicht. So stieg er in England etwa von 0.4 1823 auf 0.63 1871. In den meisten Ländern ist der Anteil der Top 1% am Einkommen ab den 20ern bis in die späten 70er des 20. Jahrhunderts dann aber gesunken. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich erste Vorboten moderner Sozialsysteme, die USA investieren in den 1920ern massiv in öffentliche Schulen und Massenbildung. So war der Gini-Koeffizient der USA Mitte der 70er bei 0.3 (Schweden lag zu dieser Zeit bei 0.2).

Die globale Ungleichheit ist aber drastisch gestiegen, so waren in den 1970ern die 10 reichsten Länder 40x reicher als die 10 ärmsten.

The rich and the rest

Mit der zunehmenden Computerisierung ist seit den 1980ern die Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitern gestiegen, die nach weniger gut ausgebildeten gefallen. Dadurch haben sich die relativen Einkommen dieser beiden Gruppen auseinander entwickelt.

Die weniger gut ausgebildeten Menschen haben ihre Qualifikationen dem technischen Fortschritt nicht anpassen können. Dafür sind vor allem zwei Dinge verantwortlich: Die steigenden Kosten für Universitätsausbildung und Unzulänglichkeiten im amerikanischen Schulsystem. In den 70ern haben die jährlichen Studiengebühren für eine öffentliche Uni 4% eines durchschnittlichen Haushaltseinkommens verschluckt, heute sind es 10%. Der Preis privater Unis hat sich ebenso mehr als verdoppelt: von 20% auf 45%.

In den USA werden Schulen vor allem lokal finanziert. Reichere Regionen leisten sich bessere Schulen. Das fördert die Ungleichheit. Fast einzigartig unter reichen Ländern: In der Gruppe der 25- bis 34-jährigen ist ein Universitätsabschluss heute unwahrscheinlicher als eine Generation zuvor.

CEOs verdienen heute 140% mehr als die zwei nächsten in der Unternehmenshierarchie. Zu Beginn der 80er waren das nur 40%. Dafür dürfte sich aber die Globalisierung und durch den größeren Markt auch größer werdende Unternehmen verantwortlich zeigen. Unter den reichsten Amerikanern sind sowieso mehr Unternehmer wie Bill Gates oder Mark Zuckerberg als Geschäftsführer. Ein unverhältnismäßig (“disproportionate”) großer und wachsender Anteil sind auch Leute die ihr Geld an der Wall Street verdienen. In den Top 0.1% sind mehr Investmentbanker als Geschäftsführer. Amerikas Top 25 Hedgefondsmanager machen mehr Geld als die CEOs aller S&P500-Unternehmen zusammen.

Eine Studie meint, dass etwa ein Drittel bis die Hälfte der “Überbezahlung” an der Wall Street ungerechtfertigt ist (also nicht Produktivität sondern Monopolrenten wiederspiegelt). Dafür ist sowohl die implizite too-big-to-fail-Garantie (kommt jährlich auf etwa $30 Milliarden) als auch Lobbyismus (auf jeden Kongressabgeordneten kommen vier Lobbyisten der Finanzbranche) verantwortlich. Auch die auf 15% gesunkene Kapitalertragssteuer trägt ihren Teil zur steigenden Ungleichheit bei.

Amerikas steigende Ungleichheit hat auch politische Wurzeln. Seit einem Urteil des Supreme Courts 2010 können private Geldgeber und Unternehmer ohne Einschränkungen so viel Geld wie sie möchten an politische Bewegungen spenden. Das hat den Weg für die heutigen Super-PACs geebnet. Eine Analyse legt nahe: 80% der Gelder kommen von weniger als 200 Spendern. Es ist schwer zu glauben, dass diese Gelder keinen politischen Einfluss mit sich bringen.

Makers and takers

Im Gegenteil zu den meisten anderen reichen Ländern kommt ein größerer Teil der amerikanischen Steuereinnahmen aus progressiven Einkommenssteuern als aus regressiven Einkommenssteuern. Die vielen Schlupflöcher machen das Steuersystem aber weniger regressiv als es sein könnte.

Eine Studie zeigt, dass der Anteil des reichsten Prozent auf 21.6% der Steuereinnahmen fällt, wenn man alle Steuern einbezieht. Dieser Satz liegt nahe an ihrem Einkommen vor Steuern. Das ärmste Fünftel zahlt 2.1% der Steuern, das ist nicht recht viel niedriger als das entsprechende Einkommen vor Steuern. Das amerikanische Steuersystem teilt also so gut wie gar nicht um.

Ausnahmen im Steuersystem machen etwa $1.3 Billionen aus, das sind 8% des BIP. Die Ausnahmen umfassen etwa auch Zinszahlungen für Hypotheken bis zu einer Million Dollar. Die meisten Ausnahmen haben sich die Reichen erkämpft. Mehr als 6 von 10 Ausnahmen gehen an die Top 20%. Das untere Fünftel hingegen kommt auf nur 3% der Ausnahmen. “Successful professionals do not see themselves as beneficiaries of government largesse, but the government in effect subsidises their big houses, expensive health care and retirement savings.”

Die USA geben vier Mal so viel dafür aus, Häuser der reichsten 20% zu subventionieren, als sozialen Wohnbau für die unteren 20%. In Summe gibt der Staat für das obere Fünftel mehr aus als für das untere Fünftel (tax expenditure + entitlements also v.a. Pensionen).

Crony tigers, divided dragons

In China gibt es keine offiziellen Statistiken zur Verteilung des Einkommens. Eine Studie legt aber nahe, dass sie seit 1978 von 0.3 auf mehr als 0.48 gestiegen ist. Damit entwickelt sich China anders als etwa Japan, Südkorea, Hongkong oder Taiwan, die hohe Wachstumsraten mit abnehmender Ungleichheit verbinden konnten. Auch Indiens und Indonesiens Gini ist in den letzten Jahren stark gestiegen.

Daran schuld ist sicher auch die Globalisierung, die überall auf der Welt die gut Ausgebildeten den Großteil des Kuchens überlässt. Mitschuldig ist aber auch die Politik. Die enge Verbindung von Staat und Wirtschaft führt zu Günstlingswirtschaft. Indien hat etwa im Vergleich zur Größe der Wirtschaft die zweitmeisten Milliardäre nach Russland. Dort sind weiter mehr als 90% der Menschen informell beschäftigt.

Ungleichheit in China hängt noch immer mit dem alten System der Haushaltsregistrierung zusammen. Früher wurde so versichert, dass die Bauern nicht alle in die Städte ziehen, um die chinesischen Pläne der nachholenden Industrialisierung nicht zu gefährden. Heute gibt es das so nicht mehr, Einschränkungen für die (ehemalige) Landbevölkerung gibt es aber trotzdem noch. Das trägt zur steigenden Ungleichheit zwischen Stadt und Land bei.

Die Politik in vielen asiatischen Ländern versucht in den letzten Jahren, das Problem Ungleichheit anzugehen. In China hat mittlerweile fast jeder eine Krankenversicherung, der Mindestlohn ist im letzten Jahr im Schnitt um 17% gestiegen.  Eine chinesische Forschungsinstitution meint, dass die wachsende Ungleichheit die Wachstumsaussichten schwächt. Geht es mit der Günstlingswirtschaft so weiter, könnten sich die dynamischen, asiatischen Volkswirtschaften bald in starre Oligarchien wandeln.

Gini back in the bottle 

In den meisten Ländern Südamerikas ist zwischen 2000 und 2010 der Gini-Koeffizient zurückgegangen. Im Schnitt von 0.54 auf 0.5. Während Lateinamerikas Wirtschaft in den letzten 10 Jahren nur halb so schnell gewachsen ist wie der Schnitt der Schwellenländer, ist die Armutsrate um 30% gefallen. Etwa ein Drittel dieses Effekts ist auf Verbesserungen in der Einkommensverteilung zurückzuführen.

Ein weiterer Grund ist die progressivere Verteilung der Bildungsausgaben. Ist früher das meiste Geld in Universitäten geflossen und hat so den sowieso schon privilegierten geholfen, floss in den letzten Jahren viel in die unteren Schulstufen.

Sweden: The new model

Schweden, das gleichste Land der Welt, wird ungleicher. Der Gini-Koeffizient beträgt 0.24 (Schnitt weltweit: 0.31) und ist damit ein Viertel höher als noch eine Generation zuvor. Ohne Umverteilung steht Schweden bei 0.37. Die Einkommen am Markt sind damit ungleicher verteilt als etwa in der Schweiz.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat Schweden viele Sozialleistungen gekürzt und gestrichen und gleichzeitig die Steuern gesenkt. Öffentliche Leistungen gibt es weiterhin in üppigem Ausmaß. Man gibt sich Mühe, diese so effizient wie möglich zu betreiben. Schulen sind autonom, in Gesundheitssystem wird “Public Management” (betriebswirtschaftliche Methoden) immer beliebter.

Having your cake

Mehr Gleichheit gibt es nur auf Kosten von Effizienz. So zumindest der weit verbreitete Glaube. Manchmal ist aber genau das Gegenteil der Fall: Ungleichheit hindert Wachstum und so Effizienz. In Ländern mit wenigen öffentlichen Leistungen und dezentral finanzierter Bildung führt Einkommensungleichheit auch zu Chancenungleichheit.

Eine Studie legt nahe, dass in Ländern mit höherer Ungleichheit die soziale Mobilität zwischen den Generationen niedrigerer ist. In nachfolgender Grafik wird das verdeutlicht.

Quelle: The Economist

 

Schweden zeigt, dass es nicht so sein muss. Finanziert man öffentliche Leistungen progressiv und bietet sie in großem Ausmaß an, muss auch mit steigender Einkommensungleichheit die Chancengleichheit nicht zurückgehen.

Policy prescriptions: A True Progressivism

Zum Schluss leitet der Economist aus seiner Analyse Empfehlungen für die Politik ab. Sie müsse die Günstlingswirtschaft und Privilegien bekämpfen und für mehr Wettbewerb sorgen. Weiters sind progressiv finanzierte Sozialausgaben wichtig, die aber gezielt für ärmere ausgegeben werden müssen. In vielen Schwellenländern wird mit der Gießkanne über Bereiche wie Energie subventioniert.

Vor allem die USA muss mehr für schlecht ausgebildete Menschen ausgeben. Höhere Steuern auf Eigentum sind genauso wie kluge Erbschaftssteuern Möglichkeiten, für eine Gesellschaft mit fairer verteilten Chancen.

Titelbild © Ich-und-Du / PIXELIO

Andreas Sator

Hat zuwi.at gegründet und studiert in Wien. Mehr von ihm gibt es laufend auf Twitter (folgen) und in ausführlicherer Form auf Facebook (abonnieren).


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75 Comments → “Die Welt wird ungleicher: Gründe und Auswege”

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